IndukTive Höranlagen

IndukTive Höranlagen sind nach wie vor die erste Wahl, wenn es darum geht, schwerhörigen Menschen in öffentlichen Räumen eine besseres Hören und vor allem besseres Verstehen zu ermöglichen.

Diese beiden Begriffe haben ganz unterschiedliche Inhalte:

- Hören ist das rein physiologische Aufnehmen von   akustischen Informationen.
- Verstehen ist das Zuordnen zu bekannten akustischen   Strukturen.

Dabei ist das Verstehen an höchst komplexe Algorithmen im Gehirn gekoppelt. Nur wenn der Input (das Hören) fehlerfrei funktioniert, kann der „Zentralcomputer Gehirn“ daraus ein sinnvolles Ergebnis berechnen – das Verstehen.
Dieser fehlerfreie Input ist bei schwerhörigen Menschen nicht gegeben. Wesentliche Informationen (z. B. die Oberwellen und Formanten der Sprache) gelangen nur verzerrt oder gar nicht ins Hörzentrum vom Gehirn. Der Schwerhörige hört zwar etwas, das Gehirn kann jedoch den Inhalt nicht decodieren – die betroffene Person versteht nicht.

Hier sind IndukTive Höranlagen eine großartige Hilfe. Durch die direkte Übertragung des gewünschten Signals (Sprache, Musik) in das Hörgerät/Hörsystem/CI des schwerhörigen Menschen werden Stör- und Nebengeräusche weitgehend eliminiert. Dem Schwerhörigen wird ein optimales Signal angeboten, aus dem er sich die für ihn wahrnehmbaren Anteile herausfiltern kann. Das gute Verstehen wird dadurch wesentlich erleichtert.

Voraussetzung dafür ist aber, dass die IndukTive Höranlage optimal geplant, ausgeführt und eingemessen wurde.

IndukTive Höranlagen wurden in den letzten Jahren technologisch deutlich weiter entwickelt. Heute (2008) sind Anwendungen möglich, die noch vor einem Jahrzehnt als unmöglich galten. Dies setzt allerdings sowohl beim Planer als auch beim ausführenden Unternehmen ein hohes Maß an fachlicher Kompetenz voraus.

Das Hörgerät muß auf die Schalterstellung "T" oder "MT" gestellt werden. Hörgeräteträger können dann über die Hörspule Sprache und Musik indukTiv in HiFi-Qualität empfangen und ohne Nebengeräusche verstehen.

Folgende Gebäude mit indukTiven Höranlagen wurden akustisch und meßtechnisch durch die FAG geprüft:

  • Empore des Ratssales im Rathaus
  • Katholische Akademie
  • Kirche St. Johann
  • Kirche St. Urban
  • Kommunales Kino
  • Neue Messe
  • Regionalzentrum Freiburg der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg
  • Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau
  • Wohnstift Augustinum - Theatersaal

 

Illustration: Tohr