Architekturbüro Frey


Wir sind ein Architekturbüro, das sich moderner, zukunftsgerichteter und vor allem nachhaltiger Architektur verschrieben hat.

Unsere traditionelle Verwurzelung in der Region des Kaiserstuhls zwischen Schwarzwald und Rhein ist dabei eine grundlegende Voraussetzung und treibende Kraft in unserer Arbeit. Nur wo die Wurzeln fest verankert sind, wo ein Bewusstsein für den eigenen Schwerpunkt herrscht, kann dauerhaft Neues, Wegweisendes und Exquisites entstehen – wie beim Weinstock. Dieser Zusammenhang hat sich in all den Jahren unserer Arbeit immer neu bewahrheitet.

Das Greenhouse in der Rieselfeldallee

Seinen Namen verdankt das Greenhouse seinem ausgeklügelten energetischen Gesamtkonzept. Dank der hochwärmegedämmten Fassade wird später ein sehr energiesparendes Wohnen ermöglicht. Gleichzeitig werden an vielen anderen Stellen kleine Energiemengen erzeugt. Kletterpflanzen, die sich an der Fassade hochranken und später auch die Balkone umschließen, sorgen nicht nur für eine grüne Fassade, sondern auch für ein gesundes Wohnklima.

Vier kleine Windräder auf dem Dach liefern genauso zusätzliche Energie, wie der Aufzug, der beim Abfahren Strom erzeugt, beispielsweise für die Gemeinschaftswaschmaschinen im Keller. Das angenehme Raumklima erzeugen Einzelraumlüfter, die mittels Wärmerückgewinnung immer für frische Atemluft sorgen. Die Gebäudeklimatisierung erfolgt über Wärmezuführung im Winter und Wärmeabführung im Sommer mittels Geothermie, die über die eigene Photovoltaikanlage betrieben wird. Schlussendlich bleibt sogar noch überschüssiger Strom übrig.

Der offizielle Baubeginn des Greenhouses war der 4. August 2011. Zu diesem Zeitpunkt wurde die Baustelleneinrichtung aufgebaut und das Baugelände abgeräumt. Richtig los ging es vier Wochen später am 2. September, Anfang November 2012 wird es fertig sein.

Schon während der Bauphase setzten Frey Architekten auf eine energiesparende Umsetzung der Planungen. Mitte Dezember montierte Architekt Wolfgang Frey auf einem gut 44 Meter hohen Baukran ein kleines Windrad mit 3,5 Kilowatt Leistung. Wochenlang lieferte es Energie für die Baustelle. "Das Greenhouse wird später mehr Energie erzeugen als es verbraucht. Das ist gut, aber wir gehen noch einen Schritt weiter und wollen die sich uns bietenden Energieressourcen auch schon während des Bauprozesses nutzen", erläutert Frey. Das sei ein absolutes Novum im Baugewerbe, betonte auch Gerald Lanzenberger, der in Karlsruhe die Direktion der Ed. Züblin AG leitet uns zusammen mit dem Architekturbüro Frey das Greenhouse baut.

Das kleine Windrad mit einem Durchmesser von 3,5 Metern und gut 50 Kilogramm Gewicht wurde mit einem mobilen Kran hinaufgezogen. Es ist Ausdruck der Ganzheitlichkeit, für die sich Wolfgang Frey ausspricht. "Auch beim Bau eines Hauses wird Energie benötigt. Mit dem Windrad wollen wir unserer ökologischen Verantwortung nachkommen", erläutert der Architekt.

Das Holzhaus in der Ingeborg-Drewitz-Allee

Dieses Demoprojekt für ökologisches Bauen vereint alle Aspekte, die nach dem FÜNF-FINGER-PRINZIP von Wolfgang Frey grundlegende Bestandteile der nachhaltigen Architektur sind. Das Mehrfamilienwohnhaus in massiver Holzbauweise wurde erst durch umfangreiche Forschungsarbeit in Zusammenarbeit mit den Materialprüfungsanstalten in Braunschweig und Leipzig ermöglicht.

Die Idee dahinter: Nur wer das Material, das er benutzt, genau kennt, kann es optimal einsetzen. Statt immer neue Industrieprodukte zu entwickeln, gilt es deshalb auch, traditionelle und natürliche Materialien immer wieder auf ihren Wert für uns zu prüfen. Die Sicherheit der Bewohner hat bei alldem höchste Priorität. Einen Beitrag, der internationales Aufsehen erregt hat, wurde auf der Expo Shanghai 2010 mit der Stadt Freiburg vorgestellt. Bisher war die Verwendung von Holz als statisch tragender Baustoff bei mehrgeschossigen Mehrfamilienwohnhäusern aus baurechtlichen und bautechnischen Gründen nicht möglich. Zu hoch schien die Gefahr der Brennbarkeit zu sein. Holzbau ist jedoch nicht gleich Holzbau.

Im Frühjahr 2011 zogen die ersten Bewohner in das mehrstöckige Mehrfamilienhaus in Holzbauweise ein. Der Bau des Projekts begann 2009, mittlerweile besteht es aus 14 großzügig geschnittenen Wohnungen und einem grünen Dach, das die Bewohner wie einen Garten nutzen können. Das Dach ist vollständig begrünt und zudem mit Photovoltaikanlagen und thermischen Solarkollektoren ausgestattet. Durch die konsequente Gebäudeauslegung ist die Verknüpfung ökologischen und kostengünstigen Bauens gelungen.

Für Furore sorgte die Außergewöhnlichkeit des Hauses unter anderem auf der World-EXPO 2010 in Shanghai, wo Architekt Wolfgang Frey das Holzhaus vorstellte. Im Mittelpunkt der EXPO stand das Thema „nachhaltige Stadtentwicklung“.

Auch beim Bewohnen des Holzhauses setzt das Architekturbüro Frey auf Innovation: Mit seiner Wohnungsmischung bietet das Gebäude die Grundlage für integrative Wohn- und Lebensmodelle, diese werden von der genossenschaftlich orientierten Non-Profit Solidargemeinschaft  pro scholare verwaltet. Die Wohnungen sind mit Rollstuhl befahrbar, fast alle Fenster sind bodentief, so dass auch Rollstuhlfahrer jederzeit den Blick aus dem Haus genießen können. In drei Inklusions-Wohngemeinschaften der „Lebenshilfe Breisgau“ leben Menschen mit und ohne Behinderung zusammen.

Hintergrundinformation:

Beim Bau des Holzhauses spielte zudem das vom Architekturbüro Frey entwickelte „Drei-Phasen-Modell“ eine entscheidende Rolle. Dieses berücksichtigt den Energiebedarf eines Hauses in seiner Ganzheit – also vom Bau über die Wohnnutzung bis hin zum Abriss. Jede einzelne Phase fließt in die Gesamtbilanz mit ein. Hintergrund ist folgender: Heutzutage wird vor allem beim Bau von Häusern, die später besonders wenig Energie verbrauchen sollen, im Verhältnis viel mehr Energie aufgewendet, als sich aus energetischer Sicht rechnet. Beispielsweise braucht die Herstellung von Zement oder das Brennen von Dachziegeln besonders viel Energie. Beim Holzhaus fällt diese wegen des Materials und des grünen Dachs komplett weg. Das Holzhaus ist also nicht nur während seiner Nutzzeit ein Energiesparfuchs, sondern auch schon während der Entstehungsphase.


Architekturbüro Bahlingen
Silberbrunnenstr. 24
79353 Bahlingen
Tel: +49 (0) 7663 9384-0
Email: info@architekten-frey.de
www.architekten-frey.de


Architekturbüro Frey
Käthe-Kollwitz-Str. 18
79111 Freiburg
Tel: +49 (0) 761 6124737

Logo Architekturbüro Frey
Holzhaus in der Bauphase

Während der Bauphase
Foto: Holzhaus D. Schoenen

www.danielschoenen.de

Wohngemeinschaft Lebenshilfe Breisgau

Diese drei jungen Frauen
leben in einer Wohngemeinschaft
der „Lebenshilfe Breisgau“
zusammen und unterstützen
sich gegenseitig.


Rohbau des Holzhauses

Die Wohnungen werden von der Non-Profit Solidargemeinschaft pro scholare verwaltet.

Brandschutzversuch

Für Furore sorgte das Haus - für das extra ein Brandschutzversuch gemacht wurde - auch  auf der World-EXPO 2010 in Shanghai.
Dort stellte Architekt Wolfgang Frey das Holzhaus vor.

http://www.architekten-frey.de/