Mehrgenerationenhaus in Waldkirch

Das Bürgerzentrum Rotes Haus wird zum generationsübergreifenden Familienzentrum
- Erneute Auszeichnung für das Modellprojekt der Stadt Waldkirch

Die Stadt Waldkirch beteiligte sich unter der Federführung von Sozialamtsleiter Martin Müller an der zweiten Ausschreibungsphase im Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser, das von der Bundesfamilienministerin auf den Weg gebracht wurde. Für das 2002 errichtete Bürgerzentrum Rotes Haus, schon jetzt ein Treffpunkt für Jung und Alt, wurde mit einem erweiterten Konzept im April diese Jahres der Antrag in Berlin gestellt. Aus dem Landkreis mit im Rennen lag eine Bewerbung vom Caritasverband, die vom Bundestagsabgeordneten Peter Weiß (CDU) unterstützt wurde. Dennoch überzeugte das Konzept aus Waldkirch, so dass ein von Fachleuten und Gutachtern besetztes Gremium das „Mehrgenerationenhaus“aus Waldkirch ausgewählt hat.

Die Ministerin zeigte sich in demSchreiben beeindruckt von den „großenteils sehr guten Bewerbungen“. Mit derAuszeichnung fördert der Bund zugleich jedes Mehrgenerationenhaus auf fünf
Jahre mit jährlich 40.000,-- Euro und somit auch das in Waldkirch.

Das Aktionsprogramm des Bundes Unter dem Motto "Starke Leistung für jedes Alter" will Ministerin von der Leyen eine "neue generationenübergreifende Politik für Familien an konkreten Beispielen sichtbar" machen. Mit ihrem bundesweiten Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser soll das Miteinander der Generationen aus dem privaten Bereich in den öffentlichen Raum getragen werden und die Funktion gemeinsamer Anlaufstellen übernehmen. In einem Mehrgenerationenhaus treffen sich Menschen jeden Alters. Ältere Mitbürger sollen wieder eine Aufgabe finden. Kinder sollen früh gefördert werden.

Überhaupt gilt es, Familie und Beruf miteinander zu vereinbaren. Deswegen liegt ein Schwerpunkt in der Vermittlung von Dienstleistungen rund um den Haushalt und Familie, wobei sich diese nach den Bedürfnissen vor Ort richten. Unterschiedliche Kompetenzen, Wissen und Erfahrung sollen nicht nur von professionellen Kräften sondern auch von Menschen aus der Nachbarschaft gefördert werden. Gerade die Verbindung der privaten und freiwilligen Initiativen mit den staatlichen Leistungen soll mit dem Aktionsprogramm erreicht werden. Mehrgenerationenhäuser kooperieren zudem mit Unternehmen und aktivieren bürgerschaftliches Engagement. Solche zentralen und verlässlichen Anlaufstellen fördert das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend mit dem bundesweiten Aktionsprogramm - jeweils nur eine in jedem Landkreis und jeder kreisfreien Stadt.