Wohnpartnerschaften zwischen Studierenden und Senioren

Wohnen für Hilfe: Win-Win Situation für Rentner und Studierende:

Beim Projekt "Wohnen für Hilfe" leben Studierende mit hilfsbedürftigen Menschen in einer Wohngemeinschaft zusammen und helfen ihnen. Dafür zahlen sie weniger Miete. Mehr dazu...

Eine bundesweite Plattform für Senioren-Wohngemeinschaften, "Wohnraum gegen Hilfe" oder "Hilfe gegen Wohnraum" findet man unter www.lebens-wg.net

 

Wohnen für Hilfe in Freiburg  

„Bei uns ist es normal, anders zu wohnen“

„… seit meinem Einzug bei den J.´s Mitte April habe ich mich sehr gut eingelebt und fühle mich rundum wohl in der Familie. Mit den Kindern und Frau J. verstehe ich mich sehr gut und verbringe sehr gerne Zeit in der Familie. Es macht mir richtig Spaß hier zu leben und zu helfen. Auch als ich vor kurzem von einer Kommilitonin das Angebot für ein günstiges WG- Zimmer bekommen habe, kam ich gar nicht auf die Idee, hier weg zu gehen…“

Alexandra B. ist eine von zahlreichen Freiburger Studierenden, die an „Wohnen für Hilfe“ teilnehmen, ein Programm, das seit 2002 beim Studierendenwerk Freiburg-Schwarzwald sehr erfolgreich läuft.

Der Grundgedanke ist einfach: Vermieterinnen und Vermieter mit Hilfewunsch bieten Studierenden vergünstigten Wohnraum. Im Gegenzug unterstützen die studentischen Mieterinnen und Mieter - auf freiwilliger Basis - ihre Vermieterinnen und Vermieter im Alltag, helfen in Haus oder Garten.

Vor allem für ältere Menschen oder Menschen mit Handikap sind es gerade die kleinen alltäglichen Dinge, die das Leben oft beschwerlich machen – ob es nun darum geht, die Mülltonnen hinaus zu tragen, den Hund auszuführen oder den Rasen zu mähen. Vor allem jedoch die Tatsache, einen Ansprechpartner im Haus zu haben, mit dem man sich ab und zu unterhalten kann und dessen Anwesenheit ein Sicherheitsgefühl vermittelt, wissen ältere Menschen und ihre Angehörigen sehr zu schätzen.

Aber auch Familien und Berufstätige profitieren von den Wohnpartnerschaften, zum Beispiel wenn die Kinder Hilfe bei den Hausaufgaben benötigen, oder wenn ab und zu ein Babysitter oder eine helfende Hand im Haushalt gebraucht wird.

Auf der anderen Seite suchen gerade in Freiburg viele Studierende eine günstige Wohnmöglichkeit und sind gerne bereit, zu helfen und sich sozial zu engagieren. „Wohnen für Hilfe“ funktioniert deshalb so gut, weil es für beide Seiten einen Gewinn bringt: Den wohnungssuchenden Studierenden den begehrten Wohnraum und den Vermieterinnen und Vermietern die gewünschte Unterstützung und Entlastung.

Und so finden „wie von selbst“ bei „Wohnen für Hilfe“ Begegnungen der verschiedenen Generationen, Kulturen und Lebensformen in einem solidarischen Zusammenleben statt, von dem alle Beteiligten profitieren.

Das Studierendenwerk vermittelt die Wohnpartnerschaften kostenfrei. Darüber hinaus berät es beide Parteien und stellt eine Liste empfohlener Absprachen zur Verfügung.

Die Vertragspartnerschaften bestehen grundsätzlich zwischen den Vermieterinnen und Vermietern und ihren Mieterinnen und  Mietern, die Mietreduzierung und die freiwilligen Hilfeleistungen vereinbaren die Wohnpartner und Wohnpartnerinnen  jeweils individuell miteinander.

Kontakt:
Studierendenwerk Freiburg, Schreiberstrasse 12-16, 79098 Freiburg

Wohnen für Hilfe
Nicole Krauße
Tel:  +49 (0) 761 2101-353
Fax: +49 (0) 761 2101-535

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