Zähringen-Website in „Leichter Sprache“

Das Bundesprogramm „Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unterstützt zahlreiche Initiativen in ganz Deutschland bei ihrem Einsatz für ein vielfältiges, gewaltfreies und demokratisches Miteinander. Der gemeinnützige Verein „Lebensraum für Alle e.V.“ hat sich im Rahmen dieses Programms um die Förderung der Übersetzung seiner Homepage www.zaehringen-fuer-alle.de in „Leichte Sprache“ beworben und einen Zuschlag bekommen. Hieraus hat sich auch das "Forum Leichte Sprache" entwickelt.

Forum Leichte Sprache

Während es in vielen Orten der Bundesrepublik schon Übersetzungsbüros und Prüfgruppen für Leichte Sprache gibt, suchte man so etwas in Freiburg und der Regio bislang vergebens. Nun haben sich der gemeinnützige Verein Lebensraum für Alle mit der Katholischen Hochschule Freiburg, dem Ring der Körperbehinderten und ausgebildeten Übersetzerinnen zusammengetan und das „Forum  Leichte Sprache“ gegründet. Hier werden eingereichte Texte in Einfache oder Leichte Sprache übertragen, bebildert und von der Prüfgruppe auf Ihre Verständlichkeit hin überprüft. Erst wenn der Text von allen verstanden wurde, kann er veröffentlicht werden. Und sich mit dem obigen Siegel schmücken.

Warum „Leichte Sprache“?

Leichte Sprache besteht aus sehr kurzen Sätzen, ohne Passiv, Genitive, Konjunktive, Fremdwörter oder Abkürzungen. Lassen sich schwierige
Wörter nicht vermeiden, werden sie erklärt. Dazu nutzt man einfache, aktive und anschauliche Wörter. Der Text enthält nur die wichtigsten Informationen.

Zielgruppen der Leichten Sprache
Leichte oder Einfache Sprache richtet sich vor allem an Menschen mit Leseschwierigkeiten. Etwa 7,5 Millionen Menschen in Deutschland gelten als „funktionale Analphabeten“. Diese können zwar einzelne Wörter und Buchstaben lesen und schreiben, jedoch keine zusammenhängenden Texte. Weitere 13 Millionen Menschen haben Probleme beim Lesen und Schreiben. Das sind insgesamt  21 Millionen Deutsche. Darunter fallen Menschen mit einer Leseschwäche aufgrund fehlender Bildung, Legasthenie, Gehörlosigkeit von Geburt an, sozialer Beeinträchtigung oder Ältere, deren Lesefähigkeit abgenommen hat.
Leichte oder Einfache Sprache wendet sich außerdem an Jugendliche, die selten lesen, Menschen mit Migrationshintergrund oder Nicht-Muttersprachler.

 

Bei seinen Beratungen zu barrierefreien Veranstaltungen, bietet der Verein ebenfalls an, die gedruckten und digitalen Informationsmaterialien auf Verständlichkeit hin zu überprüfen.

Weitere Informationen: Lebensraum für Alle e.V., Längenloh 11, 79108 Freiburg, Tel: 0761-56317, Mail: info@lebensraum-fuer-alle.org, www.lebensraum-fuer-alle.org

 Logo des Bundesministeriums für Famlie, Senioren Frauen und Jugend

Leichte Sprache, Einfache Sprache, bürgernahe Sprache

Unterscheidung Einfache Sprache – Leichte Sprache

Der Begriff Leichte Sprache kommt aus der Behindertenselbsthilfe. Leichte Sprache wendet sich im Gegensatz zur Einfachen Sprache nur an Menschen, die fast gar nicht lesen können. Leichte Sprache besteht aus sehr kurzen Sätzen. Die Satzlänge ist beschränkt auf acht Wörter. Es gibt kein Passiv, keine Genitive, Konjunktive oder Fremd- und Fachwörter. Lassen sich schwierige
Wörter nicht vermeiden, werden sie – wie auch bei der Einfachen Sprache – erklärt. Hierfür werden einfache, aktive und anschauliche Wörter verwendet. Im Text stehen nur die wichtigsten Informationen.

Zielgruppe der Leichten Sprache
Leichte Sprache richtet sich vor allem an Analphabeten und Menschen mit Lernschwierigkeiten. Sie ist auf dem Sprachniveau A1 angesiedelt.

Wichtig! Leichte Sprache wird in 14-Punkt-Schrift geschrieben, immer mit Bildern kombiniert und muss von Betroffenen überprüft werden!

Einfache Sprache zeichnet sich durch einen logischen Aufbau der Texte, kurze Sätze sowie leicht verständliche Wörter aus. Ein Satz hat in der Regel maximal 15 Wörter und höchstens ein Komma.
Fremdwörter werden vermieden oder im Anschluss erklärt. Das Leseniveau von Einfacher Sprache entspricht im Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen (GER)1 dem Sprachniveau A2 bis B1.
Etwa 95 Prozent der Bevökerung in Deutschland können Einfache Sprache lesen und verstehen.

Zielgruppe der Einfachen Sprache
Einfache Sprache richtet sich vor allem an Menschen mit Leseschwierigkeiten. Dazu gehören zum Beispiel funktionale Analphabeten oder Menschen mit geringer Bildung. Etwa 7,5 Millionen Menschen in Deutschland gelten als „funktionale Analphabeten“. Diese können zwar einzelne Wörter und Buchstaben lesen und schreiben, jedoch keine zusammenhängenden Texte. Weitere 13,3 Millionen Menschen haben große Schwierigkeiten mit dem Lesen und Schreiben. Insgesamt richtet sich Einfache Sprache damit an 21 Millionen Deutsche. Darunter fallen Menschen mit einer Leseschwäche aufgrund fehlender Bildung, Legasthenie, Gehörlosigikeit von Geburt an, sozialer Beeinträchtigung oder Ältere, deren Lesefähigkeit abgenommen hat.
Einfache Sprache wendet sich außerdem an Jugendliche, die selten lesen, Menschen mit Migrationshintergrund oder Nicht-Muttersprachler. 60 Prozent aller Deutschen können Texte auf dem Sprachniveau B1 lesen, meist sind diese jedoch auf dem Niveau C1 angesiedelt. Somit sind die Inhalte für den Großteil der Bevölkerung nicht zu verstehen – aber auch für alle anderen ist Einfache Sprache angenehmer zu lesen.

Ein dritter Sprachstil in diesem Bereich ist die bürgernahe Sprache. Sie wurde speziell für Verwaltungsstrukturen von Behöden entwickelt. Nachdem die Bundesregierung die Verordnung zur Schaffung barrierefreier Informationstechnik (BITV 2.0) erlassen hatte, sollte allen Bürgern ein ungehinderter Zugang zu Informationen ermöglicht werden. Diese Verordnung soll bis 2019 in Behörden, Wirtschaftsunternehmen, Verbänden, Bildungseinrichtungen, Medien und bei Dienstleistern umgesetzt sein.

Kompetenzstufen beim Lesen

Der Europarat hat mit dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen (GER) 2001 einen Maßstab mit sechs Kompetenzstufen von A1 bis C2 eingeführt:

Die Stufen A1 und A2 (elementare Beherrschung der Sprache) umfassen die Fähigkeit einfache Sätze und alltägliche Ausdrücke zu verstehen und sich über geläufige Themen (Herkunft, Ausbildung, Umgebung) austauschen zu können.

Die Stufen C1 und C2 (kompetente Beherrschung) umfassen die Fähigkeit anspruchsvolle, lange Texte mühelos zu verstehen und sich spontan zu komplexen Inhalten flüssig und genau ausdrücken zu können.

B1 und B2 (selbstständige Beherrschung der Sprache) stellen Zwischenstufen dar.

(Quelle: Aktion Mensch und Leo-Studie 2011, www.alphabetisierung.de)

 

Mehr dazu beim Netzwerk Leichte Sprache

Wörterbuch für Leichte Sprache: http://www.hurraki.de

Ratgeber Leichte Sprache vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales in Zusammenarbeit mit dem "Netzwerk Leichte Sprache" 

- Übersetzungsbüros Fortbildungsangebote:
http://www.leichtesprache.org
http://www.klarunddeutlich.de
http://www.klartext-lebenshilfe.de

Caritas Fachzentrum für Leichte Sprache, Augsburg


– Verlag für Leichte Sprache:
http://www.spassamlesenverlag.de

Online-Medien

Nachrichten in Einfacher Sprache

Auf der Internet-Seite www.nachrichtenleicht.de  finden Sie Nachrichten in einfacher Sprache. 
Jeden Freitag veröffentlichen wir am Nachmittag die wichtigsten Nachrichten der Woche.

Alle Menschen brauchen Informationen. Wir wollen wissen, was in unserer Familie und bei den Freunden passiert, oder bei den Nachbarn und bei der Arbeit. Darum kümmern wir uns selbst.

Aber wir müssen auch wissen, was in der Politik in Deutschland passiert oder auch in anderen Ländern. Wir sollten wissen, was in der Wirtschaft geschieht, im Sport oder in der Kultur. Dafür gibt es Nachrichten in Zeitungen, im Radio, im Fernsehen oder im Internet. Diese Nachrichten sind aber meistens kompliziert. Dann verstehen sie nicht alle. Das soll anders werden.

Die Nachrichten auf der Seite nachrichtenleicht kommen vom Radio-Sender Deutschlandfunk. Der Deutschlandfunk sendet für ganz Deutschland. Die Redakteure vom Deutschlandfunk arbeiten in Köln.

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