Unterstützung für pflegende Angehörige

Wer pflegebedürftige Angehörige zuhause versorgt, stößt dabei leicht an seine Grenzen und benötigt Rat und Unterstützung. Nach §45SGBXI haben Angehörige oder ehrenamtlich Pflegende Anspruch auf eine kostenfreie individuelle Schulung zuhause, wenn der zu Pflegende Leistungen der Pflegekasse bekommt. Die Schulung kann direkt bei den Pflegediensten geordert werden. Viele ambulante Pflegedienste bieten diesen Service an. Neu hinzugekommen ist auch die Beratung für Angehörige oder Begleiter von Menschen mit Demenz.

Für berufstätige pflegende Angehörige gilt seit 2008, dass sie bei einem plötzlichen Pflegefall bis zu zehn Tagen kurzzeitig vom Arbeitgeber freigestellt werden können. Zudem räumt das Gesetz den Anspruch auf eine bis zu 6 Monaten andauernde, unbezahlte Pflegezeit ein. Das gilt allerdings nicht für Kleinunternehmen sondern erst ab einer Betriebsgröße von dauerhaft mehr als 15 Beschäftigten.

Achtung! Während des Pflegezeitraums gibt es weder Lohnfortzahlung noch werden Sozialabgaben abgeführt! Jedoch kann ein zinsloses Darlehen beantragt werden!

Außerdem kann man Pflege bei der Steuer geltend machen. Pflegen Sie einen Angehörigen mit Pflegegrad 4 oder 5 in Ihren eigenen vier Wänden statt ihn im Pflegeheim unterzubringen, steht Ihnen der Pflege-Pauschbetrag in Höhe von 924 Euro pro Jahr zu. Voraussetzung ist, dass Sie für die Betreuung keine Gegenleistung, also keine Bezahlung bekommen.

Mehr dazu...

-Netzwerk pflegeBegleitung Freiburg: www.netzwerk-pflegeBegleitung.de
Ansprechpartnerin: Waltraud Keller, Tel: 0761-290 93 12; Mail: waltraud.keller@t-online.de

- Kostenlose Onlineberatung für Pflegende Angehörige unter www.pflegen-und-leben.de

 - Linkliste der Uni-Freiburg: http://www.familienservice.uni-freiburg.de/pflege