Barrierefreiheit am Hbf und an den Haltestellen des ÖPNV

Achtung defekte Rolltreppen an Hbf bis Februar 2019!

Die Rolltreppe an Gleis 2 und 3 ist wegen eines ungewöhnlichen Schadens seit Wochen defekt und kann vorerst auch nicht repariert werden. Als Ursache der Störung vermutet die VAG Vandalismus.
Laut Hersteller könne die Reparatur nach jetzigem Stand erst im Februar erfolgen. Die Rolltreppe führt hoch zur Stadtbahnbrücke, sie ist wichtig für Pendler und Reisende mit Behinderung oder Gepäck, weil Freiburgs Hauptbahnhof nicht barrierefrei ist.

Mehr dazu in der BZ

OB meets BoB

Ob Horn mit BoB-Vertretern

Am 28.8.18 traf sich OB Martin Horn mit der Initiative BoB (Bahnhof ohne Barriereren) und Bahnvertretern auf dem Freiburger Hauptbahnhof. 

Bahnhofsmanager Wolf-Dieter Sutter berichtete über die schon umgesetzten Verbesserungen aus dem BoB-Forderungskatalog, insbesondere den Einbau des Blindenleitsystems in der Bahnhofshalle und die hellere Beleuchtung im UG. Statt 84 können sich jetzt auch sehbehinderte Reisende bei 200  Lux besser zurechtfinden. Leider wird es aus Wirtschaftlichkeitsgründen nicht möglich sein, interimsweise auf allen Bahnsteigen Blindenleitsysteme zu installieren, da die sehr teure Investition ja im Zuge des barrierefreien Umbaus in wenigen Jahren wieder abgerissen werden müsste.

Uwe Schade, Geschäftsführer des ZRF, erläuterte anschließend die geplanten Umbaumaßnahmen auf den Bahnsteigen mit dem Einbau der großen Aufzüge an allen Bahnsteigen und dem Durchstich der tiefergelegten Nordunterführung in den Stühlinger. Insgesamt werden für die gesamten Umbaumaßnahmen zur Barrierefreiheit bis zum Jahr 2015 über 20 Mio. Euro investiert werden. Die reine Bauzeit werde voraussichtlich 2 Jahre betragen. Gemeinsam suchten alle Beteiligten nach Möglichkeiten zur Beschleunigung des vorgelagerten Genehmigungs- und Planungssprozess. Eine wichtige Rolle im ganzen Verfahren spielt dabei auch die Öffentlichkeitsbeteiligung. Auf die Frage von BoB, warum denn nicht die Chance genutzt werde anlässlich der Stadtbahnbrückensanierung gleich größere Aufzüge einzubauen, herrschte Ratlosigkeit vor.

Als nächste Schritte wurden besprochen:

- zusammen mit dem Bahnhofsmanagement will BoB planen, welche Maßnahmen unserer aktualisierten Forderungsliste bis 2025  umgesetzt werden könnten. Auf eine gute Resonanz bei den Beteiligten ist die BoB-Idee gestoßen, mit ServicmitarbeiterInnen die den Reisenden Hilfe bei Ankunft, Abfahrt und Gleiswechsel anbieten, als Teil einer gelebten Willkommenskultur von Bahnhof und Stadt.

- Zusammen mit dem Bahnhofsmanagement soll veröffentlicht werden, welche unserer Forderungen mittlerweile umgesetzt worden sind. Das ist ein Gewinnerthema für alle Beteiligten

- BoB könnte eine wichtige Rolle zukommen, die von den Umbaumaßnahmen besonders betroffene Nachbarschaft, für das Projekt barrierefreier Umbau zu gewinnen. 

 

 

BoB kämpft erfolgreich:

Last News: 
Bis 2025 bekommt der Freiburger Hauptbahnhof neue Aufzüge, Bahngleise und einen Zugang zum Stühlinger. 20 Millionen sollen die Umbaumaßnahmen kosten. Der Gemeinderat stimmte einer Planungsvereinbarung mit der Deutschen Bahn zu und genehmigte hierfür 360.000 Euro.

Weiterlesen in der BZ vom 21.4.2018

und BZ vom 4.5.2018

Weiteres Etappenziel für einen Hauptbahnhof ohne Barrieren erreicht!

Seit Mai 2014 kämpft die unabhängige Initiative "Bahnhof ohne Barrieren" (BoB) u.a. für neue Aufzüge auf allen Bahnsteigen des Freiburger Hauptbahnhofs. Rollstühle, Kinderwagen und vollbepackte Fahrräder haben heute massive Probleme.
Nun ist ein weiterer Etappensieg erreicht: Wie Oberbürgermeister Dr. Dieter Salomon auf der gestrigen Diskussionsveranstaltung des VCD zur OB-Wahl verkündet, wird die Verwaltung noch im Frühjahr 2018 eine Vorlage zu den weiteren gemeinsamen konkreten Planungen der Stadt Freiburg und der Deutschen Bahn in den Gemeinderat einbringen.

Bevor allerdings die ersten Rollstuhl- und Rollatorfahrer, Radler und Eltern mit Kinderwagen in den Genuss dieser neuen Aufzüge kommen, werden noch mindestens fünf Jahre verstreichen – ein Zeitraum, der leider nicht unüblich ist. “Auch wenn wir uns über die Einsicht der Bahn und die Unterstützung der Stadt sehr freuen, sehen wir noch Handlungsbedarf bei den Zeitplänen. Für ein Dienstleistungs-unternehmen wie die Deutsche Bahn geht das alles viel zu langsam“. Die Initiative fordert deshalb OB Salomon und auch die Landesregierung auf, sich für eine deutliche Beschleunigung einzusetzen.

Seit einigen Wochen ist selbst die einzige Rolltreppe, welche auf Gleis 1 führt für unbestimmte Zeit außer Betrieb. Die Aufzüge aus den 80er Jahren werden immer störungsanfälliger und die Ausfallzeiten wegen der fehlenden Ersatzteile immer länger. Die Initiative BoB wird sich weiterhin für erste sichtbare Verbesserungen bis 2020 stark machen.

Derzeit läuft der Umbau der "Breisgau-S-Bahn 2020". Im Rahmen dieser Projekte werden alle Bahnhöfe im Regional Verkehrsverbund Freiburg (RV) barrierefrei ausgebaut: mit Rampen und Aufzüge versehen, Bahnsteighöhe vereinheitlicht und Blindenstreifen installiert.
Bis 2020 wird es möglich sein, z.B. in Titisee-Neustadt barrierefrei einzusteigen. „Es kann überhaupt nicht sein, dass der zentrale Umstiegsbahnhof in Südbaden und das trinationale Drehkreuz nach Frankreich und der Schweiz hier in Sachen Barrierefreiheit hinten ansteht.“ so die Sprecher/innen der Initiative.

BoB: eine Beschleunigung ist dringend erforderlich!

Auf dem langen Weg von der Gründung von BoB, mit dem Zusammenschluss vieler Interessensverbände, nach zahlreichen Aktionen (Flashmob, Informationsspaziergänge mit Bundestagsabgeordneten und Vertretern der Bahn) und Pressegesprächen können die BoB-Aktivisten jetzt erfolgreich zurückblicken: “Hier gilt der Dank ausdrücklich allen Mitgliedern, die unsere Aktivitäten in vielfacher Weise unterstützt haben. Es lohnt sich, für eine Sache zu kämpfen und nicht locker zu lassen!“

Die Hände in den Schoß legen sie nun allerdings nicht: Neben der weiteren kritischen Begleitung des Bauvorhabens ist geplant, die Busangebote zu den Bahnhöfen auf ihre Barrierefreiheit hin zu überprüfen und sich für eine umfassende Barrierefreiheit im ÖPNV einzusetzen - denn was nutzt ein barrierefreier Bahnhof, wenn man ihn im Rollstuhl nicht erreichen kann.
Bis 2022 sollen die 2.733 Bushaltestellen in Freiburg und den Landkreisen Breisgau-Hochschwarzwald und Emmendingen barrierefrei sein. Von den Haltestellen haben bislang nur 5% einen erhöhten Bordstein. Bei rund einem Viertel ist ein barrierefreier Zugang bzw. eine Querung sichergestellt. Nur 4 % sind mit einem Blindenleitsystem ausgestattet. „Es gibt also noch viel zu tun bis in unserer Region die Teilhabe für alle in Sachen Mobilität erreicht ist“.

Pressekontakt:
Sprecherteam der Initiative Bahnhof ohne Barrieren
Anke Dallmann, 0176 -32635756
Uto R. Bonde, Deutscher Familienverband BW (DFV)
Jörg Dengler, VCD Regionalverband Südlicher Oberrhein, 0761 - 76 99 88 50

Dazu veröffentlichte die BZ am 6.4.2018:
Stadt Freiburg gibt den Anschub für einen barrierefreien Bahnhof

Hbf. Freiburg - Barrierefreiheit rückt näher!

Bis auf den Bahnsteig 1 sind die Bahnsteige auf dem Freiburger Hauptbahnhof nur über die von den örtlichen Verkehrsbetrieben (VAG) betriebenen Aufzüge an der Stadtbahnbrücke erreichbar. Diese Fahrstühle stammen aus den 80er Jahren sind nach heutigen Standards zu klein und ihrem Alter entsprechend störungsanfällig. Sie befinden sich ganz am Ende der einzelnen Gleise. Aufgrund der Distanzen ist ein Aus- oder Umstieg im Regional- und Fernverkehr für alle Betroffenen mit erheblichen Hindernissen verbunden und in einer üblichen Umsteigezeit von 7 Minuten nicht machbar. 

Seit Mai 2014 kämpft die Initiative "Bahnhof ohne Barrieren" (BoB) darum, dass es auf allen Bahnsteigen Aufzüge gibt, die neben Rollstuhlfahrern auch von Radfahrern und Kinderwagen genutzt werden können. Außerdem hat BoB, zu deren Gründungsmitgliedern auch "Freiburg für Alle" gehört, eine lange Liste weiterer Verbesserungsvorschläge am Hbf. für alle Reisenden erarbeitet, z.B. die Erweiterung der Blindenleitstreifen auf allen Bahnsteigen.

Einzelheiten zu den Forderungen und zum Stand der Dinge finden Sie hier

und auf der Bob-Homepage

Hauptbahnhof /ZOB / SBG-Kundencenter
Bismarckalle 5-7, 79098 Freiburg

Allg. Service-Nr.: 0180 699 66 33

Barrierefreie Straßenbahnen

Die Freiburger Verkehrs AG (VAG) betreibt 18 moderne Combino-Bahnen (Baujahr 2000), 26 Modelle des Typs "GT8Z" (Baujahr 1994), elf "GT8N" (Baujahr 1990) und sechs "GT8K". Letztere sind mit Treppen ausgestattet und damit für Rollstuhl- und Rollator-Fahrer unmöglich zu betreten. Die neueren Modelle sind mit Niederflur- oder Rampentechnik ausgestattet. Seit Mitte 2015 fahren 12 barrierefreie, spanische "Urbos 100" in Freiburg.

Der Behindertenbeirat hilft Betroffenen bei Problemen im ÖPNV http://behindertenbeirat-freiburg.de  

Mehr zum barrierefreien Angebot der VAG hier!

Die VAG hat begonnen, Stadtbahnhaltestellen mit einem Blindenleitsystem auszustatten. 60 Haltestellen werden mit den hellen Platten, deren Streifen und Noppen blinden Menschen mit Taststock die Richtung anzeigen bzw ein Aufmerksamkeitszeichen darstellen.

Mehr dazu in der BZ vom18.4.2018

2020 endet das Hochflur-Zeitalter

so VAG-Vorstand Oliver Benz. Nur in elf der 74 Freiburger Trams können Fahrgäste dann nicht ganz ebenerdig einsteigen – es sind die sogenannten "Sänftenwagen" mit Niederflurabteil nur in der Mitte.

Mehr dazu in der BZ vom 6.6.2018

Barrierefreie Bushaltestellen

Die meistenBusse im RVF-Gebiet sind Niederflurbusse. Falls der Bordstein trotzdem zu niedrig sind, hilft der Fahrer mit Busabsenkung. Er zeigt auch, welche Tür für den Einstieg mit Rollstuhl und Rollator geeignet ist.

Bis 2022 sollen 2733 Bushaltestellen in den Landkreisen Breisgau-Hochschwarzwald, Emmendingen und in Freiburg barrierefrei sein. Von den Haltestellen sind bislang nur 5% mit erhöhten Bordstein. Bei rund einem Viertel ist ein barrierefreier Zugang bzw eine Querung sichergestellt. Nur 4 % sind mit einem Blindenleitsystem ausgestattet. Die Kosten von mehr als 10 Mio müssen die Straßenbaulastträger (also die Kreise und das Regierungspräsidium Freiburg) übernehmen. Die Abstimmung der Prozesse übernimmt der Zweckverband Regio-Nahverkehr Freiburg (ZRF). Seit 2014 trifft sich die Arbeitsgruppe "Barrierefreier ÖPNV".

Mehr dazu in der Badischen Zeitung

In Freiburg sind bislang von den 325 Bushaltstellen nur 7 umfassend barrierfrei - d.h. sie haben auch ein taktiles und durch Kontraste  gekennzeichnetes Einstiegsfeld und einen Auffindeleitfaden für Blinde und Sehehinderte. Von den anderen 318 Haltestellen sind 87 für Rollstuhlfahrer ohne Rampe nutzbar, weil sie Sonderbords oder einen erhöhten Bordstein haben. An weiteren 100 kommen sie mit Klapprampe in das Fahrzeug (Stand 2017).

Bahnsteighöhen von 55 bis 76 cm im Land!

In den letzten 20 Jahren sind in Baden-Württemberg  im Hinblick auf die Barrierefreiheit viele Bahn-Haltestellen mit einer 55 Zentimeter hohen Kante gebaut worden. Der Bund will aber künftig nur noch 76 Zentimeter bezuschussen.

Damit müssten u.a. die Breisgau-S-Bahn, der Bahnverkehr in Tübingen so wie grenzüberschreitende Verkehre, die alle mit 55cm-Bahnsteigen ausgestattet sind wieder von vorne mit dem Umbau beginnen! Ein Schioldbürgerstreich oder kann nur so die Einheitlichkeit im deutschen Bahnsystem hergestellt werden?

Öffnet externen Link in neuem FensterMehr dazu...

Umbau der "Breisgau-S-Bahn 2020"

Im Rahmen des Projekts "Breisgau-S-Bahn 2020" werden alle Bahnhöfe in Freiburg ausgebaut und damit barrierefrei. Dazu werden Rampen und Aufzüge eingebaut, die Bahnsteighöhe vereinheitlicht sowie Blindenstreifen installiert.

Achtung!!!

Ab dem 1. März 2018 wird die Strecke der Höllentalbahn gesperrt, anstelle der Züge wird ein Schienenersatzverkehr durch die SBG betrieben. Dieser soll mit niederflurigen Gelenkbussen durchgeführt werden. Auf vier verschiedenen Linien wird Freiburg mit den Schwarzwaldgemeinden verbunden.

  • Linie A: Freiburg Hbf - Titisee - Neustadt
  • Linie B: Freiburg Hbf - Freiburg Schwabentorbrücke - Kirchzarten - Himmelreich - Hinterzarten - Titisee - Neustadt
  • Linie C: Freiburg Hbf - Kirchzarten
  • Linie D: Freiburg Laßbergstraße - Kirchzarten

Fahrplan https://bauinfos.deutschebahn.com/docs/baden-w/infos/727_0103-31102018_fahrplan01.pdf

Weitere Informationen finden Sie unter

http://www.bsb2020.de/cms/Regioverbund/BSB2020/nav/abschnitte/1,300498,20274.html

sowie

http://www.badische-zeitung.de/alle-fragen-und-antworten-zur-sperrung-der-hoellentalbahn (BZ-Plus)

Mit Handbike oder Rollstuhl-Zuggeräten in die Bahn?

Alle 400 Straßenbahnfahrer der VAG sind geschult worden, wie sie Rollstuhlstuhlfahrern beim Ein- und Aussteigen helfen können. Die Fahrer sind verpflichtet zu helfen.

Was aber wenn jemand mit einem Rollstuhl-Bike, einer Kombi aus Zuggerät und Rollstuhl oder einem E-Scooter  an der Haltestelle wartet? Hier gibt es unterschiedliche Regelungen - nicht nur bei der VAG sondern deutschlandweit:

Beispiel Sachsen

Beispiel Berlin

Beispiel Nürnberg