BoB kämpft erfolgreich:

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Bis 2025 bekommt der Freiburger Hauptbahnhof neue Aufzüge, Bahngleise und einen Zugang zum Stühlinger. 20 Millionen sollen die Umbaumaßnahmen kosten. Der Gemeinderat stimmte einer Planungsvereinbarung mit der Deutschen Bahn zu und genehmigte hierfür 360.000 Euro.

Weiterlesen in der BZ vom 21.4.2018

und BZ vom 4.5.2018

Weiteres Etappenziel für einen Hauptbahnhof ohne Barrieren erreicht!

Seit Mai 2014 kämpft die unabhängige Initiative "Bahnhof ohne Barrieren" (BoB) u.a. für neue Aufzüge auf allen Bahnsteigen des Freiburger Hauptbahnhofs. Rollstühle, Kinderwagen und vollbepackte Fahrräder haben heute massive Probleme.
Nun ist ein weiterer Etappensieg erreicht: Wie Oberbürgermeister Dr. Dieter Salomon auf der gestrigen Diskussionsveranstaltung des VCD zur OB-Wahl verkündet, wird die Verwaltung noch im Frühjahr 2018 eine Vorlage zu den weiteren gemeinsamen konkreten Planungen der Stadt Freiburg und der Deutschen Bahn in den Gemeinderat einbringen.

Bevor allerdings die ersten Rollstuhl- und Rollatorfahrer, Radler und Eltern mit Kinderwagen in den Genuss dieser neuen Aufzüge kommen, werden noch mindestens fünf Jahre verstreichen – ein Zeitraum, der leider nicht unüblich ist. “Auch wenn wir uns über die Einsicht der Bahn und die Unterstützung der Stadt sehr freuen, sehen wir noch Handlungsbedarf bei den Zeitplänen. Für ein Dienstleistungs-unternehmen wie die Deutsche Bahn geht das alles viel zu langsam“. Die Initiative fordert deshalb OB Salomon und auch die Landesregierung auf, sich für eine deutliche Beschleunigung einzusetzen.

Seit einigen Wochen ist selbst die einzige Rolltreppe, welche auf Gleis 1 führt für unbestimmte Zeit außer Betrieb. Die Aufzüge aus den 80er Jahren werden immer störungsanfälliger und die Ausfallzeiten wegen der fehlenden Ersatzteile immer länger. Die Initiative BoB wird sich weiterhin für erste sichtbare Verbesserungen bis 2020 stark machen.

Derzeit läuft der Umbau der "Breisgau-S-Bahn 2020". Im Rahmen dieser Projekte werden alle Bahnhöfe im Regional Verkehrsverbund Freiburg (RV) barrierefrei ausgebaut: mit Rampen und Aufzüge versehen, Bahnsteighöhe vereinheitlicht und Blindenstreifen installiert.
Bis 2020 wird es möglich sein, z.B. in Titisee-Neustadt barrierefrei einzusteigen. „Es kann überhaupt nicht sein, dass der zentrale Umstiegsbahnhof in Südbaden und das trinationale Drehkreuz nach Frankreich und der Schweiz hier in Sachen Barrierefreiheit hinten ansteht.“ so die Sprecher/innen der Initiative.

BoB: eine Beschleunigung ist dringend erforderlich!

Auf dem langen Weg von der Gründung von BoB, mit dem Zusammenschluss vieler Interessensverbände, nach zahlreichen Aktionen (Flashmob, Informationsspaziergänge mit Bundestagsabgeordneten und Vertretern der Bahn) und Pressegesprächen können die BoB-Aktivisten jetzt erfolgreich zurückblicken: “Hier gilt der Dank ausdrücklich allen Mitgliedern, die unsere Aktivitäten in vielfacher Weise unterstützt haben. Es lohnt sich, für eine Sache zu kämpfen und nicht locker zu lassen!“

Die Hände in den Schoß legen sie nun allerdings nicht: Neben der weiteren kritischen Begleitung des Bauvorhabens ist geplant, die Busangebote zu den Bahnhöfen auf ihre Barrierefreiheit hin zu überprüfen und sich für eine umfassende Barrierefreiheit im ÖPNV einzusetzen - denn was nutzt ein barrierefreier Bahnhof, wenn man ihn im Rollstuhl nicht erreichen kann.
Bis 2022 sollen die 2.733 Bushaltestellen in Freiburg und den Landkreisen Breisgau-Hochschwarzwald und Emmendingen barrierefrei sein. Von den Haltestellen haben bislang nur 5% einen erhöhten Bordstein. Bei rund einem Viertel ist ein barrierefreier Zugang bzw. eine Querung sichergestellt. Nur 4 % sind mit einem Blindenleitsystem ausgestattet. „Es gibt also noch viel zu tun bis in unserer Region die Teilhabe für alle in Sachen Mobilität erreicht ist“.

Pressekontakt:
Sprecherteam der Initiative Bahnhof ohne Barrieren
Anke Dallmann, 0176 -32635756
Uto R. Bonde, Deutscher Familienverband BW (DFV)
Jörg Dengler, VCD Regionalverband Südlicher Oberrhein, 0761 - 76 99 88 50

Dazu veröffentlichte die BZ am 6.4.2018:
Stadt Freiburg gibt den Anschub für einen barrierefreien Bahnhof

Bob Freiburg begrüßt Fortschritte auf dem Weg zu einem barrierefreien Hauptbahnhof

Die Aktionsgemeinschaft fordert nun einen verlässlichen Zeitplan.

Rund ein Jahr nachdem die Deutsche Bahn auf der Podiumsdiskussion des Freiburger Bündnisses „Bahnhof ohne Barrieren“ (BoB) Handlungsbedarf am Freiburger Hauptbahnhof zugesagt hat,  gibt es weitere Fortschritte zu vermelden:

Michael Groh, Leiter des Regionalbereiches Südwest bestätigte dem Bündnis, dass sich die Stadt Freiburg und die DB AG über die Finanzierung der Vorentwurfsplanung zur Schaffung von Aufzügen am Freiburger Hauptbahnhof geeinigt haben. Nach Aussagen von Groh soll die Vorentwurfsplanung Ende des Jahres 2017 abgeschlossen sein. Parallel werde nach Möglichkeiten zur Finanzierung der Gesamtmaßnahme gesucht, um möglichst unterbrechungsfrei ab 2018 in die Entwurfs- und Genehmigungsplanung einsteigen zu können.

Einen „Bahnhof ohne Barrieren“ (BoB) in Freiburg zu haben, ist das Ziel einer Aktionsgemeinschaft, die sich aus verschiedensten Gruppierungen zusammensetzt: von Behindertenverbänden, Deutschem Familienverband (DFV), Touristikvertretern, Bürgervereinen und Verkehrsclub Deutschland (VCD).

„Wir begrüßen es sehr, dass die Deutsche Bahn und  die Stadt Freiburg den weiteren barrierefreien Ausbau des Hauptbahnhofs voran treiben,“ erklären die drei Sprecher/innen von ‚BoB – Freiburg’, Gemeinderätin Anke Dallmann (FWV), Uto R. Bonde (DFV) und Jörg Dengler (VCD). „Noch wichtiger ist uns aber die schnelle Umsetzung. Wir erwarten, dass Stadt und Bahn nun auch rasch  einen konkreten Zeitplan vorlegen, bis wann die Gleise des  Hauptbahnhofs mit Rollstuhl, Kinderwagen, Fahrrad und Gepäck barrierefrei erreicht werden können. Dazu ist der gemeinschaftliche, finanzielle Einsatz von Stadt, Land und Bund für das regionale Drehkreuz Hauptbahnhof Freiburg gefragt.“   BoB Freiburg erwartet, dass sich auch die Bundes- und Landtagsabgeordnete weiter dafür einsetzen und dass bereits gemachte Zusagen eingehalten werden.

Die Bundestagsabgeordnete Kerstin Andreae zeigte sich erfreut: "Vor zwei Jahren antworteten Bund und Bahn auf Anfragen noch, dass der Freiburger Hauptbahnhof barrierefrei sei. Im letzten Jahr deutete sich dann dank des unermüdlichen Einsatzes von BoB und mit Hilfe der Stadt Freiburg Bewegung an. Und nun haben wir die erfreuliche Situation, dass die Bahn erstmals konkrete Zeitpläne vorstellt."

Sozialbürgermeister Ulrich von Kirchbach hat anlässlich des Stadtforums Inklusion am vergangenen Donnerstag ( 22. Februar 2017) zum Ende der Woche der Inklusion im Konzerthaus auf Nachfrage mitgeteilt, dass auch die Stadt 50.000 Euro für die Planungen zum barrierefreien Umbau in den Haushalt eingestellt hat.

Seit knapp drei Jahren engagiert sich die Aktionsgemeinschaft "BoB" dafür, dass der Freiburger Hauptbahnhof leichter zugänglich und nutzungsgerechter für Bahnfahrer/innen -allen Alters, mit und ohne Einschränkungen- genutzt werden kann.

 

Pressekontakt für das Bündnis „Bahnhof ohne Barrieren“ (BoB)

Anke Dallmann: 0176-32 63 57 56

Jörg Dengler:      0176-28 04 18 42

bob-freiburg.de

Pressereaktionen:

 

Badische Zeitung 27.02.2017

Hauptbahnhof - Stadt und Bahn einigen sich über die Finanzierung der ersten Pläne für Aufzüge zu den Gleisen

Er ist das regionale Drehkreuz: Doch der Hauptbahnhof ist keineswegs barrierefrei. Eine breite Initiative aus Freiburg möchte das ändern. Nun ist ein weiterer wichtiger Schritt geschafft.

Die Freiburger Stadtverwaltung und die Deutsche Bahn haben sich auf die Finanzierung der ersten Pläne für die Aufzüge am Hauptbahnhof verständigt. Das gab Stadträtin Anke Dallmann vom Bündnis "Bahnhof ohne Barrieren" nach einem Gespräch mit Michael Groh, Leiter des Regionalbereiches Südwest, bekannt. Der Mitteilung zufolge soll der Entwurf gegen Ende des Jahres vorliegen. Parallel dazu soll die Finanzierung des Projekts gesichert werden, um möglichst im Anschluss in die genehmigungsreife Planung einsteigen zu können.

Damit hat die Bahn Wort gehalten. Vergangenen Sommer hatte der Regionalleiter angekündigt, die Entwurfsplanung in diesem Jahr auf den Weg bringen zu wollen. Eine Machbarkeitsstudie hatte ergeben, dass es möglich ist, fünf Aufzüge in die Nordunterführung zu setzen. Damit wäre die größte Barriere beseitigt. Erste Kostenschätzungen gehen von rund sechs Millionen Euro aus (die BZ berichtete mehrfach).

Die Sprecher des Bündnisses begrüßen es, das Bahn und Stadtverwaltung den barrierefreien Ausbau des Bahnhofs vorantreiben. Noch wichtiger sei, dass sie nun rasch einen konkreten Zeitplan vorlegen, bis wann die Bahnsteige mit Rollstuhl, Kinderwagen, Fahrrad und Gepäck erreicht werden können. "Dazu ist der gemeinschaftliche, finanzielle Einsatz von Stadt, Land und Bund gefragt", heißt es in der Mitteilung. Schließlich sei der Hauptbahnhof Freiburg das regionale Drehkreuz.