Freiburger Hauptbahnhof ohne Barrieren

Seit Jahren kämpft die Initiative BoB (Bahnhof ohne Barrieren) für Aufzüge und weitere Verbesserungen auf dem Freiburger Hauptbahnhof...

Situation am HBF eskaliert

Freiburger Hauptbahnhof – BoB fordert konkrete, zeitnahe Zwischenlösungen


Sehr geehrter Herr Horn,

die Situation in Sachen Barrierefreiheit ist Ihnen und uns hinlänglich bekannt. Seit gut fünf Jahren setzt sich die Initiative „BoB - Bahnhof ohne Barrieren“ verstärkt für die Verbesserungen der Zugänglichkeit am Freiburger Hauptbahnhof ein. Dankenswerterweise hat die Deutsche Bahn nach viel Druck inzwischen den Handlungsbedarf erkannt.

Neben kleineren Maßnahmen, wie zum Beispiel die Verbesserung der Beleuchtungssituation in der Unterführung wurden die konkreten Planungen für neue Aufzüge in der Nordunterführung begonnen. Diese Entwicklungen begrüßt unsere Initiative ausdrücklich.

Dennoch werden die Aufzüge nach dem Stand der aktuellen Planungen erst 2025/26 fertiggestellt. Wie die Berichterstattung und der Kommentar der Badischen Zeitung vom 10. August 2019 nochmals anschaulich zeigen, ist die Situation für Touristen, Familien, Radfahrer, Senioren und Menschen mit Behinderungen und alle Besucher bereits heute ein untragbarer Zustand.
Ein solch ungenügendes Serviceangebot an einem zentralen Regionalknotenpunkt erfordert direkte Konsequenzen. Angesichts von 70.000 Reisenden und Umsteigenden täglich und einer noch größeren Zahl von Reisenden zum Stadtjubiläum 2020 ist sofortiger Handlungsbedarf angesagt.
Bis die Aufzüge fertiggestellt werden, müssen dringend Zwischenlösungen gefunden und finanziert werden. Dass dies einem Konzern, wie der Deutschen Bahn möglich ist, zeigt die aktuelle Begleitung des Umbaus am Stuttgarter Hauptbahnhof oder die zusätzlichen Serviceangebote während der Sperrung der Rheintalbahn bei Rastatt im August 2017.

Die Initiative BoB – Bahnhof ohne Barrieren fordert, dass die Stadt Freiburg kurzfristig mit der Deutschen Bahn AG Gespräche imitiert und führt. Beispielsweise könnte der Bahn vorgeschlagen werden gemeinsam mit der f.q.b. Wege zu finden, wie am Bahnhof Freiburg zusätzliches Servicepersonal bereitgestellt werden kann, um unter anderem die Ausfälle der Technik zu überbrücken.
Wir bitten Sie den Vorschlag zu prüfen und uns im September mitzuteilen, wie Sie auf die Probleme am Freiburger Hauptbahnhof kurzfristig reagieren wollen.
Mit freundlichen Grüßen

Im Namen der Initiative BoB - Bahnhof ohne Barrieren Freiburg

Anke Dallmann,

Initiatorin des Bündnisses und Behindertenbeauftragte des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald

OB meets BoB

Ob Horn mit BoB-Vertretern

Am 28.8.18 traf sich OB Martin Horn mit der Initiative BoB (Bahnhof ohne Barriereren) und Bahnvertretern auf dem Freiburger Hauptbahnhof. 

Bahnhofsmanager Wolf-Dieter Sutter berichtete über die schon umgesetzten Verbesserungen aus dem BoB-Forderungskatalog, insbesondere den Einbau des Blindenleitsystems in der Bahnhofshalle und die hellere Beleuchtung im UG. Statt 84 können sich jetzt auch sehbehinderte Reisende bei 200  Lux besser zurechtfinden. Leider wird es aus Wirtschaftlichkeitsgründen nicht möglich sein, interimsweise auf allen Bahnsteigen Blindenleitsysteme zu installieren, da die sehr teure Investition ja im Zuge des barrierefreien Umbaus in wenigen Jahren wieder abgerissen werden müsste.

Uwe Schade, Geschäftsführer des ZRF, erläuterte anschließend die geplanten Umbaumaßnahmen auf den Bahnsteigen mit dem Einbau der großen Aufzüge an allen Bahnsteigen und dem Durchstich der tiefergelegten Nordunterführung in den Stühlinger. Insgesamt werden für die gesamten Umbaumaßnahmen zur Barrierefreiheit bis zum Jahr 2015 über 20 Mio. Euro investiert werden. Die reine Bauzeit werde voraussichtlich 2 Jahre betragen. Gemeinsam suchten alle Beteiligten nach Möglichkeiten zur Beschleunigung des vorgelagerten Genehmigungs- und Planungssprozess. Eine wichtige Rolle im ganzen Verfahren spielt dabei auch die Öffentlichkeitsbeteiligung. Auf die Frage von BoB, warum denn nicht die Chance genutzt werde anlässlich der Stadtbahnbrückensanierung gleich größere Aufzüge einzubauen, herrschte Ratlosigkeit vor.

Als nächste Schritte wurden besprochen:

- zusammen mit dem Bahnhofsmanagement will BoB planen, welche Maßnahmen unserer aktualisierten Forderungsliste bis 2025  umgesetzt werden könnten. Auf eine gute Resonanz bei den Beteiligten ist die BoB-Idee gestoßen, mit ServicmitarbeiterInnen die den Reisenden Hilfe bei Ankunft, Abfahrt und Gleiswechsel anbieten, als Teil einer gelebten Willkommenskultur von Bahnhof und Stadt.

- Zusammen mit dem Bahnhofsmanagement soll veröffentlicht werden, welche unserer Forderungen mittlerweile umgesetzt worden sind. Das ist ein Gewinnerthema für alle Beteiligten

- BoB könnte eine wichtige Rolle zukommen, die von den Umbaumaßnahmen besonders betroffene Nachbarschaft, für das Projekt barrierefreier Umbau zu gewinnen. 

 

 

BoB kämpft erfolgreich:

Last News: 
Bis 2025 bekommt der Freiburger Hauptbahnhof neue Aufzüge, Bahngleise und einen Zugang zum Stühlinger. 20 Millionen sollen die Umbaumaßnahmen kosten. Der Gemeinderat stimmte einer Planungsvereinbarung mit der Deutschen Bahn zu und genehmigte hierfür 360.000 Euro.

Weiterlesen in der BZ vom 21.4.2018

und BZ vom 4.5.2018

Weiteres Etappenziel für einen Hauptbahnhof ohne Barrieren erreicht!

Seit Mai 2014 kämpft die unabhängige Initiative "Bahnhof ohne Barrieren" (BoB) u.a. für neue Aufzüge auf allen Bahnsteigen des Freiburger Hauptbahnhofs. Rollstühle, Kinderwagen und vollbepackte Fahrräder haben heute massive Probleme.
Nun ist ein weiterer Etappensieg erreicht: Wie Oberbürgermeister Dr. Dieter Salomon auf der gestrigen Diskussionsveranstaltung des VCD zur OB-Wahl verkündet, wird die Verwaltung noch im Frühjahr 2018 eine Vorlage zu den weiteren gemeinsamen konkreten Planungen der Stadt Freiburg und der Deutschen Bahn in den Gemeinderat einbringen.

Bevor allerdings die ersten Rollstuhl- und Rollatorfahrer, Radler und Eltern mit Kinderwagen in den Genuss dieser neuen Aufzüge kommen, werden noch mindestens fünf Jahre verstreichen – ein Zeitraum, der leider nicht unüblich ist. “Auch wenn wir uns über die Einsicht der Bahn und die Unterstützung der Stadt sehr freuen, sehen wir noch Handlungsbedarf bei den Zeitplänen. Für ein Dienstleistungs-unternehmen wie die Deutsche Bahn geht das alles viel zu langsam“. Die Initiative fordert deshalb OB Salomon und auch die Landesregierung auf, sich für eine deutliche Beschleunigung einzusetzen.

Seit einigen Wochen ist selbst die einzige Rolltreppe, welche auf Gleis 1 führt für unbestimmte Zeit außer Betrieb. Die Aufzüge aus den 80er Jahren werden immer störungsanfälliger und die Ausfallzeiten wegen der fehlenden Ersatzteile immer länger. Die Initiative BoB wird sich weiterhin für erste sichtbare Verbesserungen bis 2020 stark machen.

Derzeit läuft der Umbau der "Breisgau-S-Bahn 2020". Im Rahmen dieser Projekte werden alle Bahnhöfe im Regional Verkehrsverbund Freiburg (RV) barrierefrei ausgebaut: mit Rampen und Aufzüge versehen, Bahnsteighöhe vereinheitlicht und Blindenstreifen installiert.
Bis 2020 wird es möglich sein, z.B. in Titisee-Neustadt barrierefrei einzusteigen. „Es kann überhaupt nicht sein, dass der zentrale Umstiegsbahnhof in Südbaden und das trinationale Drehkreuz nach Frankreich und der Schweiz hier in Sachen Barrierefreiheit hinten ansteht.“ so die Sprecher/innen der Initiative.

BoB: eine Beschleunigung ist dringend erforderlich!

Auf dem langen Weg von der Gründung von BoB, mit dem Zusammenschluss vieler Interessensverbände, nach zahlreichen Aktionen (Flashmob, Informationsspaziergänge mit Bundestagsabgeordneten und Vertretern der Bahn) und Pressegesprächen können die BoB-Aktivisten jetzt erfolgreich zurückblicken: “Hier gilt der Dank ausdrücklich allen Mitgliedern, die unsere Aktivitäten in vielfacher Weise unterstützt haben. Es lohnt sich, für eine Sache zu kämpfen und nicht locker zu lassen!“

Die Hände in den Schoß legen sie nun allerdings nicht: Neben der weiteren kritischen Begleitung des Bauvorhabens ist geplant, die Busangebote zu den Bahnhöfen auf ihre Barrierefreiheit hin zu überprüfen und sich für eine umfassende Barrierefreiheit im ÖPNV einzusetzen - denn was nutzt ein barrierefreier Bahnhof, wenn man ihn im Rollstuhl nicht erreichen kann.
Bis 2022 sollen die 2.733 Bushaltestellen in Freiburg und den Landkreisen Breisgau-Hochschwarzwald und Emmendingen barrierefrei sein. Von den Haltestellen haben bislang nur 5% einen erhöhten Bordstein. Bei rund einem Viertel ist ein barrierefreier Zugang bzw. eine Querung sichergestellt. Nur 4 % sind mit einem Blindenleitsystem ausgestattet. „Es gibt also noch viel zu tun bis in unserer Region die Teilhabe für alle in Sachen Mobilität erreicht ist“.

Pressekontakt:
Sprecherteam der Initiative Bahnhof ohne Barrieren
Anke Dallmann, 0176 -32635756
Uto R. Bonde, Deutscher Familienverband BW (DFV)
Jörg Dengler, VCD Regionalverband Südlicher Oberrhein, 0761 - 76 99 88 50

Dazu veröffentlichte die BZ am 6.4.2018:
Stadt Freiburg gibt den Anschub für einen barrierefreien Bahnhof

Bob Freiburg begrüßt Fortschritte auf dem Weg zu einem barrierefreien Hauptbahnhof

Die Aktionsgemeinschaft fordert nun einen verlässlichen Zeitplan.

Rund ein Jahr nachdem die Deutsche Bahn auf der Podiumsdiskussion des Freiburger Bündnisses „Bahnhof ohne Barrieren“ (BoB) Handlungsbedarf am Freiburger Hauptbahnhof zugesagt hat,  gibt es weitere Fortschritte zu vermelden:

Michael Groh, Leiter des Regionalbereiches Südwest bestätigte dem Bündnis, dass sich die Stadt Freiburg und die DB AG über die Finanzierung der Vorentwurfsplanung zur Schaffung von Aufzügen am Freiburger Hauptbahnhof geeinigt haben. Nach Aussagen von Groh soll die Vorentwurfsplanung Ende des Jahres 2017 abgeschlossen sein. Parallel werde nach Möglichkeiten zur Finanzierung der Gesamtmaßnahme gesucht, um möglichst unterbrechungsfrei ab 2018 in die Entwurfs- und Genehmigungsplanung einsteigen zu können.

Einen „Bahnhof ohne Barrieren“ (BoB) in Freiburg zu haben, ist das Ziel einer Aktionsgemeinschaft, die sich aus verschiedensten Gruppierungen zusammensetzt: von Behindertenverbänden, Deutschem Familienverband (DFV), Touristikvertretern, Bürgervereinen und Verkehrsclub Deutschland (VCD).

„Wir begrüßen es sehr, dass die Deutsche Bahn und  die Stadt Freiburg den weiteren barrierefreien Ausbau des Hauptbahnhofs voran treiben,“ erklären die drei Sprecher/innen von ‚BoB – Freiburg’, Gemeinderätin Anke Dallmann (FWV), Uto R. Bonde (DFV) und Jörg Dengler (VCD). „Noch wichtiger ist uns aber die schnelle Umsetzung. Wir erwarten, dass Stadt und Bahn nun auch rasch  einen konkreten Zeitplan vorlegen, bis wann die Gleise des  Hauptbahnhofs mit Rollstuhl, Kinderwagen, Fahrrad und Gepäck barrierefrei erreicht werden können. Dazu ist der gemeinschaftliche, finanzielle Einsatz von Stadt, Land und Bund für das regionale Drehkreuz Hauptbahnhof Freiburg gefragt.“   BoB Freiburg erwartet, dass sich auch die Bundes- und Landtagsabgeordnete weiter dafür einsetzen und dass bereits gemachte Zusagen eingehalten werden.

Die Bundestagsabgeordnete Kerstin Andreae zeigte sich erfreut: "Vor zwei Jahren antworteten Bund und Bahn auf Anfragen noch, dass der Freiburger Hauptbahnhof barrierefrei sei. Im letzten Jahr deutete sich dann dank des unermüdlichen Einsatzes von BoB und mit Hilfe der Stadt Freiburg Bewegung an. Und nun haben wir die erfreuliche Situation, dass die Bahn erstmals konkrete Zeitpläne vorstellt."

Sozialbürgermeister Ulrich von Kirchbach hat anlässlich des Stadtforums Inklusion am vergangenen Donnerstag ( 22. Februar 2017) zum Ende der Woche der Inklusion im Konzerthaus auf Nachfrage mitgeteilt, dass auch die Stadt 50.000 Euro für die Planungen zum barrierefreien Umbau in den Haushalt eingestellt hat.

Seit knapp drei Jahren engagiert sich die Aktionsgemeinschaft "BoB" dafür, dass der Freiburger Hauptbahnhof leichter zugänglich und nutzungsgerechter für Bahnfahrer/innen -allen Alters, mit und ohne Einschränkungen- genutzt werden kann.

 

Pressekontakt für das Bündnis „Bahnhof ohne Barrieren“ (BoB)

Anke Dallmann: 0176-32 63 57 56

Jörg Dengler:      0176-28 04 18 42

bob-freiburg.de

Pressereaktionen:

 

Badische Zeitung 27.02.2017

Hauptbahnhof - Stadt und Bahn einigen sich über die Finanzierung der ersten Pläne für Aufzüge zu den Gleisen

Er ist das regionale Drehkreuz: Doch der Hauptbahnhof ist keineswegs barrierefrei. Eine breite Initiative aus Freiburg möchte das ändern. Nun ist ein weiterer wichtiger Schritt geschafft.

Die Freiburger Stadtverwaltung und die Deutsche Bahn haben sich auf die Finanzierung der ersten Pläne für die Aufzüge am Hauptbahnhof verständigt. Das gab Stadträtin Anke Dallmann vom Bündnis "Bahnhof ohne Barrieren" nach einem Gespräch mit Michael Groh, Leiter des Regionalbereiches Südwest, bekannt. Der Mitteilung zufolge soll der Entwurf gegen Ende des Jahres vorliegen. Parallel dazu soll die Finanzierung des Projekts gesichert werden, um möglichst im Anschluss in die genehmigungsreife Planung einsteigen zu können.

Damit hat die Bahn Wort gehalten. Vergangenen Sommer hatte der Regionalleiter angekündigt, die Entwurfsplanung in diesem Jahr auf den Weg bringen zu wollen. Eine Machbarkeitsstudie hatte ergeben, dass es möglich ist, fünf Aufzüge in die Nordunterführung zu setzen. Damit wäre die größte Barriere beseitigt. Erste Kostenschätzungen gehen von rund sechs Millionen Euro aus (die BZ berichtete mehrfach).

Die Sprecher des Bündnisses begrüßen es, das Bahn und Stadtverwaltung den barrierefreien Ausbau des Bahnhofs vorantreiben. Noch wichtiger sei, dass sie nun rasch einen konkreten Zeitplan vorlegen, bis wann die Bahnsteige mit Rollstuhl, Kinderwagen, Fahrrad und Gepäck erreicht werden können. "Dazu ist der gemeinschaftliche, finanzielle Einsatz von Stadt, Land und Bund gefragt", heißt es in der Mitteilung. Schließlich sei der Hauptbahnhof Freiburg das regionale Drehkreuz.

Gemeinsam für mehr Barrierefreiheit am Hauptbahnhof Freiburg

Stadt und Bahn beschließen Zusammenarbeit beim weiteren barrierefreien
Ausbau • Variantenuntersuchung abgeschlossen • Taktiler
Blindenleitstreifen im Empfangsgebäude bereits umgesetzt
(Freiburg und Stuttgart, 2. November 2016)

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s.a. Badische Zeitung

Freiburger Hauptbahnhof wird endlich barrierefrei

Der permanente Druck hat Wirkung gezeigt: Die Deutsche Bahn will den Freiburger Hauptbahnhof endlich barrierefrei machen und fünf neue Aufzüge bauen. 

Und sie hat ein deutliches Signal gesetzt: Ihren Anteil an den Kosten für weitere Planungen hat sie bereits in den DB-Haushalt eingestellt. "Das ist der Durchbruch", sagt Anke Dallmann von der Initiative "Bahnhof ohne Barrieren", "endlich erkennt die Bahn an, dass Handlungsbedarf besteht". Jetzt sei es wichtig, dranzubleiben.

"Wir wollen diesen Weg jetzt gehen, aber wir gehen ihn nicht allein", bestätigte ein Sprecher der Deutschen Bahn auf Anfrage den barrierefreien Ausbau des Freiburger Hauptbahnhofs. Gutachten und Teilplanungen lägen nun vor, die Machbarkeitsstudie habe ergeben, dass es möglich sei, fünf Aufzüge in die Nordunterführung – sie beginnt auf Gleis 1 in Höhe der Stadtmission und geht bis zum Gleis 7, nach dem Umbau bis Gleis 8 – zu setzen. Damit wäre das größte Hindernis für die Barrierefreiheit beseitigt.

Bis zum Herbst diesen Jahres will die Bahn den Blinden-Leitstreifen in der Empfangshalle zum Reisezentrum und zur Fahrtreppe weiterführen; das hatte der Verband der Blinden und Sehbehinderten angeregt. Im Untergeschoss des Bahnhofs soll im Laufe des Jahres die Beleuchtung erneuert und verbessert werden. Außerdem sollen bis Herbst Schilder den Weg vom Bahnsteig zu den Aufzügen weisen.

Die erste vorsichtige Kostenschätzung für den Umbau des Hauptbahnhofs liegt bei sechs Millionen Euro, das könne sich aber mit genaueren Planungen noch ändern, so die DB. Nun wolle man mit der Stadt Freiburg ins Gespräch kommen und die weiteren Planungsschritte abstimmen.

Mehr dazu s. BZ vom 27. Juli 2016

 

 

Neue Hoffnung für einen barrierefreien Freiburger Hauptbahnhof

Am 11.2.2016 ließen sich Leiter des Regionalbereichs Südwest bei der Deutschen Bahn, Michael Groh und die drei Bundestagsabgeordneten Kerstin Andreae, Gernot Erler sowie Matern von Marschall bei einer Begehung von der Initiative BoB die Schwachstellen des Bahnhofs zeigen. Anschließend stellten sich Bahn und Politik auf der Veranstaltung:

(Haupt-)Bahnhof ohne Barrieren in Freiburg

 "Es ist klar, dass es beim Freiburger Bahnhof Handlungsbedarf gibt", sagte Michael Groh." Bis Sommer werde untersucht, ob Aufzüge bei der Nord- Unterführung möglich sind.

Noch im Sommer hatte die Bundesregierung bei einer kleinen Anfrage der grünen Bundestagsabgeordneten Kerstin Andreae auf die "unternehmerische Verantwortung"vder Bahn verwiesen. Und die Bahn hatte argumentiert, der Freiburger Hauptbahnhof sei bereits stufenfrei.

Nun gab’s gleich mehrere Lichtblicke, bilanzierte die BoB-Sprecherin Anke Dallmann:Über 100 Teilnehmer/innen die zur Veranstaltung gekommen waren und damit die Relevanz des Themas zeigten, ein gesprächsbereiter Bahn-Vertreter und die Aussagen, die auch Kerstin Andreae und ihre Kollegen Gernot Erler (SPD) und Matern von Marschall (CDU) als hoffnungsvoll deuteten. "Herr Groh, wir nehmen Sie alle beim Wort – wir bleiben dran, bis die Aufzüge da sind", betonte Anke Dallmann.

Neu ist die Idee mit der Nordunterführung nicht: Die Bahn hatte 2012 in einer
Machbarkeitsstudie sowohl diese Variante als auch die Möglichkeit von Aufzügen an der Südunterführung geprüft. Damals sei herausgekommen, dass im Norden aus "geometrisch-baulichen Gründen" nichts möglich sei, sagte Michael Groh – das aber sei falsch gewesen. Inzwischen sei klar, dass der Boden abgesenkt werden könne. Derzeit laufen statische Untersuchungen. Bis Sommer soll es konkretere Ergebnisse geben. Die Aufzugs-Kosten werden auf sechs Millionen Euro geschätzt. Zur Finanzierung würden mehrere Partner der Bahn gebraucht – die stünden mit Bund, Land und Stadt bereit, betonte Gernot Erler.

Auf Bundesebene kämen Mittel aus der Leistungs- und Finanzierungs- vereinbarung (LuFV) in Frage, ergänzte Matern von Marschall. Auf seine Nachfrage versprach Michael Groh, in zehn Jahren werde alles fertig sein. Die Stadtverwaltung sei schon lange andem Thema dran, sagte Baubürgermeister Martin Haag. Er forderte, die Bahn solle Prioritäten setzen: Mit 70 000 Fahrgästen täglich, gehöre der Freiburger Bahnhof zu den größeren und solle Vorrang haben.

Mehr dazu im Artikel und Kommentar in der Badischen Zeitung vom 12.2.2016

Demo für einen barrierefreien Hauptbahnhof

Am Samstag, 29.11.2014 fand ein Flashmob, also eine kurzfristig per Mail und Telefon zusammengerifene Demo am Hauptbahnhof Freiburg statt, die zu den Barrieren für Rollstuhl- und Rollatorfahrer, Kinderwagenschieber, Radfahrer aber auch allgemein für Leute mit großem Gepäck führte. Initiert von der Initiative Bob - Bahnhof ohne Barrieren, zu der auch Lebensraum für Alle gehört, dauerte der Info-Rundgang mehr als 2 Stunden, weil es viel zu wenige und zu kleine Aufzüge, fehlende Rolltreppen und Blindenleitsysteme gibt. Die Bahn äußerte sich bislang nicht dazu.

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BoB - Bahnhof ohne Barrieren

BoB - Bahnhof ohne Barrieren

Initiative für einen barrierefreien Freiburger Hauptbahnhof gegründet

Am 12. Mai 2014 hat sich in Freiburg die Initiative "BoB - Bahnhof ohne Barrieren Freiburg" gegründet. Ziel des Zusammenschlusses ist es, die Zugänglichkeit des Bahnhofs für alle Menschen - Reisende mit viel Gepäck, Eltern mit Kinderwagen, Radreisende, Senioren und Menschen mit Behinderungen deutlich zu verbessern. Als Tor zu Freiburg, "Green City" und wichtiger Umsteigepunkt zwischen vielen Verkehrsmitteln der Region soll der Bahnhof ein Modell für vorbildliche Barrierefreiheit werden.

Neben Lebensraum für Alle e. V. gehören zur Initiative u.a.: FWTM, VCD, DFV, Stadtseniorenrat, VdK uvm

Hier geht es zum Forderungskatalog, zur Gründungserklärung, zur Presseerklärung und zu Pressestimmen