Liste "Teilhabe, Inklusion, Vielfalt" für ein inklusives Freiburg

Zum ersten Mal tritt am 26. Mai die Liste "Teilhabe, Inklusion, Vielfalt" bei der Kommunalwahl in Freiburg an. Der Spitzenkandidat Ramon Kathrein will das Thema Inklusion weiter vorantreiben.

Um in der Kommunalpolitik künftig die Interessen von behinderten und benachteiligten Menschen besser zu vertreten, tritt eine weitere Liste bei der Kommunalwahl am 26. Mai an. Unter dem Namen "Teilhabe, Inklusion, Vielfalt" versammeln sich politisch aktive Menschen mit Behinderung sowie Unterstützer der Idee eines inklusiven Freiburgs.

Weiterlesen in der BZ vom 12.3.19

Unterbringung für Menschen mit Behinderung

Die Akademie Himmelreich ist auf der Suche nach Gastfamilien. Das Betreute Wohnen in Gastfamilien ist eines der ambulanten Betreuungsangebote der Akademie. Es richtet sich an junge Erwachsene mit geistiger Behinderung, die während ihres Berufsvorbereitungskurses an der Akademie Himmelreich lernen.

Für dieses Betreuungsangebot werden Einzelpersonen, Paare und/oder Familien gesucht, die offen sind gegenüber Menschen mit Behinderung und für einen befristeten Zeitraum ein Zimmer zur Verfügung stellen können.

Mehr dazu in der BZ vom 13.2.2019

Wir sind Inklusionsbegleiter!

Unser Mitarbeiter Phil Hensel hat im Oktober 2015 die Fortbildung zum Inklusionsbegleiter erfolgreich abgeschlossen. Die Baden-Württemberg Stiftung hat ihn im Interview zu seiner Arbeit als Inklusionsbegleiter befragt.
Zusammen mit anderen ehrenamtlich Engagierten mit und ohne Behinderung will er helfen, Wege zu ebnen, damit Menschen mit Behinderung ihren Platz in der Mitte der Gesellschaft einnehmen können und bietet mittlerweile selbst Fortbildungen zum Inklusionsbegleiter an. Mehr dazu in einem Artikel des Dreisamtäler.
Im März 2019 startet eine neue Fortbildung zum Inklusionsbegleiter bei der VHS Dreisamtal. Mehr dazu...

Weitere Infos bei Mathias Schulz, Mail: schulz@akademie-himmelreich.de oder Tel: 07661-9862-250

Was ist Inklusion?

Inklusion heißt für uns: Alle. Gemeinsam. Selbstverständlich. Immer. Überall.

Andere erklären Inklusion so:

Definiton des Inklusionsbeirats der Staatlichen Koordinierungsstelle nach Artikel 33 UN-BRK


Inklusion im Sinne der Behindertenrechtskonvention bedeutet, dass allen Menschen von Anfang an in allen gesellschaftlichen Bereichen, eine selbstbestimmte und gleichberechtigte Teilhabe möglich ist. Inklusion verwirklicht sich im Zusammenleben in der Gemeinde - beim Einkaufen, bei der Arbeit, in der Freizeit, in der Familie, in Vereinen oder in der Nachbarschaft. Dementsprechend leben, arbeiten und lernen Menschen mit Behinderungen nicht in Sondereinrichtungen. Es gibt vielmehr einen ungehinderten, barrierefreien Zugang und eine umfassende Beteiligung von Menschen mit Behinderungen am bürgerlichen, politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Leben (oder: in allen Bereichen des Lebens).

Um ein solches selbstverständliches Miteinander zu gewährleisten, schafft die Gesellschaft die notwendigen Voraussetzungen - mit Hilfe von Aufzügen und Rampen, Dolmetschung für gehörlose Menschen, Verwendung von leichter Sprache, Blindenleitsystemen und anderen Unterstützungsformen in unterschiedlichen Lebensbereichen. Nicht der Mensch mit Behinderung passt sich an, sondern die Gemeinschaft sorgt dafür, dass ihre Angebote für alle zugänglich sind.

Inklusion bedeutet jedoch mehr als die Gewährleistung von umfassender Barrierefreiheit. Sie bezieht sich auf die vollständige Einbeziehung behinderter Menschen ins gesellschaftliche Leben, ihre gleichberechtigte Anerkennung und Würdigung: kurzum die Verwirklichung umfassender, gleichberechtigter und selbstbestimmter Teilhabe.

Landkarte der Inklusion

Auf www.inklusionslandkarte.de können sich Projekte, Vereine, Firmen usw eintragen, die inklusive Ziele haben. Freiburg für Alle und Lebensraum für Alle kann man auf dieser Karte finden und bewerten.

DUICHWIR - alle inklusive
Die Internetseite zur Öffentlichkeitskampagne Inklusion in Baden-Württemberg mit Veranstaltungen, Infos zu Wohnen, Sport, Freizeit, Kultur uvm

Inklusionskalender
Wer Veranstaltungen zum Thema Inklusion sucht oder anbieten kann, geht auf:
www.inklusionskalender.de

Aktionsplan Inklusion
Hier gehts zum Aktionsplan Inklusion Baden-Württemberg

Inklusion in Freiburg

Zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention hat der Gemeinderat der Stadt Freiburg Ende 2013 die Verwaltung beauftragt, eine Gesamtstrategie für die Stadtverwaltung zu entwickeln und einen 'Aktionsplan Inklusion' zu erstellen.

Nach einem umfassenden Beteiligungsprozess mit Ämtern und Dienststellen, Eigenbetrieben und Gesellschaften und mit wissenschaftlicher Begleitung wurde ein Aktionsplan 2015/2016, auch in leichter Sprache erstellt.

Ende 2015 verabschiedete der Gemeinderat den Aktionsplan 2015/2016 mit 92 einzelnen Maßnahmen und beauftragte die Verwaltung, den Plan schrittweise umzusetzen und zu evaluieren. Welche Maßnahmen umgesetzt werden können und welche nicht, entscheidet der Gemeinderat.

Im Februar 2014 wurde die Koordinationsstelle Inklusion im Büro des Bürgermeisters von Kirchbach eingerichtet. Die Hauptaufgabe des Leiters, Guido Willmann ist es, den Inklusionsprozess innerhalb der Verwaltung zu steuern und den Aktionsplan fortzuschreiben. Beim Aktionsplan 2017/18 liegt der Fokus auf der Zielgruppe ‚Ältere Menschen‘. Am 11. Juli 2017 verabschiedete der Gemeinderat einstimmig die Fortschreibung des Aktionsplanes 2017/2018.

Für die Stadt Freiburg bedeutet Inklusion, dass die Unterschiedlichkeit aller Menschen wertgeschätzt wird. Ziel ist es, eine Teilhabe in allen Lebensbereichen (z.B. Bildung, Arbeit, Wohnen, Kultur, Freizeit) zu ermöglichen. Dafür hat die Stadt Freiburg ein Leitbild für eine vielfältige Stadtgesellschaft entwickelt.

Aktionsplan Inklusion
hier geht es zum Aktionsplan für ein inklusives Freiburg

Netzwerk Inklusion Freiburg
Das Netzwerk wurde am 20. November 2013 gegründet. Menschen mit und ohne Handicap arbeiten hier gleichberechtigt zusammen. Dabei verfolgen alle Beteiligten das Ziel, die Umsetzung UN-Behindertenrechtskonvention in der Region Freiburg voranbringen.

Mehr dazu...

Wer in Freiburg barrierefreie Veranstaltungsräume sucht, findet diese auf www.freiburg.de/inklusion

Inklusive, barrierefreie Erwachsenenbildung

Die Volkshochschule (VHS) Dreisamtal hat ein dreijähriges Gemeinschaftsprojekt mit der Akademie Himmelreich gestartet, bei dem es um den Weg zur barrierefreien Erwachsenenbildung geht. Das Modellprojekt wird von der Baden-Württemberg-Stiftung sowie Eigenmitteln der VHS und ihrer Trägergemeinden gefördert. Leitidee ist die barrierefreie Teilhabe aller Menschen am Bildungsangebot der Volkshochschule Dreisamtal. Interessierte Menschen mit Beeinträchtigung werden über zweieinhalb Jahre begleitet und qualifiziert. Die Qualifizierung befähigt sie, selbständig als (Co-)Dozenten und Dozentinnen Vorträge, Workshops und Kursangebote in der Volkshochschule Dreisamtal anzubieten. Langfristig werden die Teilnehmer in den ständigen Dozentenpool der Volkshochschule Dreisamtal übernommen.

Mehr dazu in der BZ

Inklusionsfonds für Assistenzdienste bei kirchlichen Veranstaltungen

Zuschüssen aus Haushaltsmitteln der Erzdiözese Freiburg zur Teilnahme von Menschen mit Behinderung am kirchlichen Leben
1. Ziel:
Ziel der finanziellen Mittel ist es deshalb im Sinne der Inklusion Menschen mit Behinderung und ihren Angehörigen die Teilnahme am kirchlichen Leben in der Erzdiözese Freiburg zu ermöglichen. Dies betrifft:

1. Veranstaltungen der Behindertenseelsorge, wie z.B. Orientierungstage für taubblinde Menschen, Besinnungstage für Menschen mit einer sog. geistigen Behinderung
2. Veranstaltungen auf diözesaner Ebene wie z. B. die Ministrantenwallfahrt, Diözesantage, Gebetswache des Männerwerks, etc.
3. Veranstaltungen/Gottesdienste/Sakramentenspendungen/Sakramentalien auf der Ebene der Seelsorgeeinheiten, wie Erstkommunionvorbereitungen, Taufen, Beerdigungen etc.
Mit dem Ziel einer breit gefächerten Pastoral, d.h. einer Pastoral, die jedem Menschen zugänglich ist, verpflichtet sich die Kirche, ihren Beitrag zur Inklusion zu leisten. Diese berechtigt Menschen mit Behinderung in allen Bereichen einen individuellen und spezifischen Assistenzbedarf zu beanspruchen. Die Inklusion fordert von den Veranstaltern, den Assistenzbedarf zu gewährleisten.

Möglichkeiten einer Förderung durch den Inklusionsfonds
Menschen mit Behinderung bzw. ihre Vertreter können Assistenzdienste wie Gebärdensprachdolmetscher, Betreuung, Begleitung oder Unterstützung im pflegerischen oder pädagogischen Bereich für kirchliche Veranstaltungen beantragen. Menschen mit Behinderung können auch Assistenz beantragen, damit ihre Angehörigen an kirchlichen Veranstaltungen teilnehmen können.
Wenn ein Mensch mit Behinderung bei der Anmeldung zu einer Veranstaltung angibt, dass er eine Assistenz im oben genannten Sinne benötigt, kann auch der Veranstalter einen Antrag stellen. Der Veranstalter legt dafür eine unterschriebene Kopie der Anmeldung mit Assistenzbedarf dem Beirat vor.
Bezuschusst werden Assistenzdienste
(gegebenenfalls zusätzlich Fahrtkosten, Übernachtungskosten

Mehr dazu...