Barrierefreiheit für rund ein Prozent der Baukosten realisierbar

Eine Studie von Terragon in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Städte- und Gemeindebund analysiert die Mehrausgaben für barrierefreies Bauen im Vergleich zum konventionellen Bauen anhand eines exemplarischen Wohnungsneubauprojektes und kommt zu einem verblüffendem Ergebnis: Barrierefreiheit macht nur gut ein Prozent der Gesamtbaukosten aus. Barrierefreies Bauen ist demnach keine Frage der Kosten, sondern vielmehr der Konzeption und Planung. Analysiert wurden im Rahmen der Studie „Barrierefreies Wohnen im Kostenvergleich“ insgesamt 148 Kriterien für barrierefreies Bauen nach der DIN 18040-2. Bei 138 Kriterien zeigte sich, dass Barrierefreiheit nicht mit Mehrkosten verbunden ist, sondern allein mithilfe einer intelligenten Planung erreicht werden kann. Grundlage der Untersuchung war das Musterprojekt eines fünfgeschossigen Wohnungsneubaus in Berlin mit insgesamt 20 Wohnungen und 1.500 Quadratmeter Wohnfläche, fordert TERRAGON und der DStGB in der neuen Studie „Kostenvergleich Barrierefreies Bauen“.

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Altersunabhängig barrierefrei Bauen und Umbauen

Die staatliche Förderbank KfW vergibt wieder Zuschüsse für altersgerechte Umbauten. Die Zuschusshöhe beläuft sich auf 200 bis 6.250 Euro und geht von Mindestinvestitionskosten von 2.000 Euro aus.

Prognosen gehen davon aus, dass 2060 jeder dritte Bundesbürger über 65 Jahre alt sein wird. Das vom Umweltministerium Baden-Württemberg geförderte Informationsprogramm "Zukunft Altbau" empfiehlt Eigenheimbesitzern daher, bei einer energetischen Sanierung künftig auch die Barrierefreiheit einzuplanen. Das senkt die Kosten, da dann keine Doppelarbeiten anfallen.

Seit 9. August 2018 gibt es dafür wieder Geld von der Förderbank KfW: Niedrigzinsen und Zuschüsse machen altersgerechte Umbauten deutlich günstiger.

Die Förderung der KfW für barrierereduzierende Maßnahmen sieht Zuschüsse in Höhe von mindestens zehn Prozent der förderfähigen Kosten vor.  Wer nach den Kriterien des höherwertigen Förderstandards ‚Altersgerechtes Haus‘ investiert, kann sogar mit 12,5 Prozent Förderung rechnen.

Alternativ kann auch die Kreditvariante in Anspruch genommen werden: Bis zu 50.000 Euro anrechenbare Kosten bei 0,75 Prozent effektivem Jahreszins pro Wohneinheit sind möglich.
Diejenigen, die von den Zuschüssen profitieren wollen, sollten zeitnah handeln - in den vergangenen Jahren waren die Fördertöpfe bereits nach wenigen Monaten ausgeschöpft.

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Zuschüsse für Umbaumaßnahmen und Pflegehilfsmittel
Oft sind es Umbaumaßnahmen wie Rollstuhlrampen, begehbare Duschen oder die Verbreiterung von Türen, die es Pflegebedürftigen ermöglichen, im eigenen Zuhause oder in einer Pflegewohngemeinschaft zu bleiben. Seit dem 1. Januar 2015 liegen die Zuschüsse hierfür bei bis zu 4.000 Euro pro Maßnahme. Leben mehrere Pflegebedürftige gemeinsam in einer Wohnung, können sie bis zu 16.000 Euro pro Maßnahme erhalten. Auch die Zuschüsse zu Pflegehilfsmitteln, die im Alltag verbraucht werden, werden deutlich angehoben (von bis zu 31 Euro auf bis zu 40 Euro je Monat).

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Beratung bei der Sparkasse

Öffentliche Förderprogramme bilden einen zentralen und unverzichtbaren Bestandteil der qualifizierten Finanzierungsberatung. Auch im vergangenen Jahr war die Sparkasse deshalb unangefochtener Marktführer im Förderkreditgeschäft. Im Jahr 2014 stellte sie ihren Kunden insgesamt 731 öffentlich geförderte Darlehen mit einem Gesamtvolumen von mehr als 123 Mio. Euro zur Verfügung. Speziell für mehr Barrierefreiheit bietet die KfW das Förderprogramm „Altersgerecht Umbauen“: Finanziert werden Barriere reduzierende Maßnahmen aus sieben Förderbereichen, die einzeln oder kombiniert durchgeführt werden können. Dazu gehören zum Beispiel der Einbau von Aufzügen, Türverbreiterungen sowie der Umbau von Sanitäranlagen. Der Zinsvorteil liegt dabei auf der Hand: Bei einer Finanzierungssumme von bis zu 50.000 Euro beträgt der effektive Zinssatz lediglich 0,75 %. Die Kosten für den Umbau eines Badezimmers in Höhe von 20.000 Euro betragen somit bei einer 20jährigen Laufzeit nur 95,02 Euro pro Monat. Jeder Haus- und Wohnungsbesitzer kann diesen Kredit beantragen, um sein Objekt so umzugestalten, dass es sich barrierefrei nutzen lässt. Das gilt nicht nur für bauliche Veränderungen, die Senioren das Leben erleichtern. Auch Jüngere, wie zum Beispiel das Ehepaar mit dem Kinderwagen, dürfen profitieren. Denn „altersgerecht“ heißt tatsächlich „für alle Altersstufen geeignet“. Eine umfassende Beratung lohnt sich also  - auch im nachhaltigen Sinn. Die Finanzierungsexperten der Sparkassen-ImmoCenter stehen für ein ausführliches Informationsgespräch jederzeit gerne zur Verfügung.

Kontakt:
ImmoCenter
Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau
Tel.: 0761/215-1561

E-mail: s-immo-center@sparkasse-freiburg.de

 

Aktion Mensch - Förderaktion Barrierefreier Wohnprojekte
Wir fördern ausschließlich barrierefreie Wohnprojekte. Seit dem 1. Januar 2016 ist zusätzlich eine Förderung von bis zu vier Wohnräumen für Rollstuhlfahrer in kleinen Wohneinrichtungen möglich.
Förderangebot "Gemeinsam Wohnen"