Ratlose Wohnraumberater

Wer überprüft  barrierefreies Bauen in Pflegeheimen?

Gernot Wolfgang, Vorsitzender des Vereins „Lebensraum für Alle“, berät seit vielen Jahren ehrenamtlich Menschen, die aus Alters- oder Krankheitsgründen umbauen müssen. Da viele ältere Menschen in Altbauten leben, müssen Umbauten zunächst mit dem Vermieter bzw. mit der Eigentümergemeinschaft  abgeklärt werden. Aber selbst wenn alle zustimmen, gibt es oft Situationen, in denen er nur noch zu einem Umzug in ein Pflegeheim raten kann.

Leider musste er nicht nur in alten sondern in neuerbauten Pflegeheimen die Erfahrung machen, dass die Wohnbereiche für Rollstuhl- oder Rollatornutzer/innen und auch für viele andere Alterskrankheiten nicht geeignet sind. Sie erfüllen in diesem Bereich nicht die gesetzlichen Vorgaben der DIN. Zwar wird in den Werbebroschüren der Pflegeheime immer von Hilfe zum selbstbestimmten Leben der Bewohner/innen geschrieben, aber tatsächlich sind die räumlichen Verhältnisse so, dass für jeden Toilettengang Hilfe notwendig ist. Pflegebedürftige im Rollstuhl, die sich zuhause bislang selbst auf die Toilette umsetzen konnten, können das wegen der beengten Verhältnisse in den Bädern mancher Heime nun nicht mehr. Das ist nicht nur ein Stück verlorener Würde und Selbstbestimmung sondern auch die Pflegekräfte werden durch die räumliche Enge in ihrer schweren Arbeit behindert.

Gernot Wolfgang fragte bei der Heimaufsicht und beim Baurechtsamt, warum solche Heime genehmigt werden. In beiden Ämtern sah man keine Möglichkeit so etwas zu verhindern. Man argumentierte mit Vorgaben, die weder das Wirtschaftsministerium noch die Verbraucherzentrale für Pflegeheime akzeptieren wollen.

Das ist schon deshalb nicht nur verwunderlich und empörend, weil es neben der Landesbauordnung reichlich Broschüren auf dem Markt gibt, die das barrierefreie Bauen in allen Einzelheiten und selbst für Laien verständlich in Checklisten beschreiben.

Wer überprüft barrierefreies Bauen bei den städtischen Wohnungsbaugesellschaften?

Nun ist es bekanntlich der Wunsch der meisten Menschen, so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden wohnen zu bleiben. Dazu müssten allerdings die Wohnungen barrierefrei sein. Aber immer wieder wird Gernot Wolfgang bei Beratungsgesprächen Zeuge, dass sogar in jüngster Zeit gebaute Wohnhäuser nicht die gesetzlichen Vorgaben erfüllen. Selbst private Bauherren unterliegen den Vorschriften der LBO (§ 35 Wohnungen), dass in Wohngebäuden mit mehr als  zwei Wohnungen, die Wohnungen eines Geschosses barrierefrei erreichbar und die Wohn- und Schlafräume, eine Toilette, ein Bad und die Küche barrierefrei nutzbar und mit dem Rollstuhl zugänglich sein müssen.

Warum bauen dann städtische Wohnungsbaugesellschaften nicht grundsätzlich barrierefrei oder zumindest nach gesetzlichen Vorgaben? Nur so können Menschen bis ins hohe Alter zuhause wohnen bleiben, entlasten den Staat vom Bau teurer Pflegeheime und mindern den Bedarf an Pflegekräften. Die stationäre Pflege hat einen Anteil von 27 Prozent aller zu Pflegenden. Sie ist seit Jahren die teuerste Variante und gilt auf Dauer nicht finanzierbar. Durch den Demografischen Wandel – also bei einem zunehmenden Anteil von Pflegebedürftigen – müssen die Kommunen einen immer größer werdenden Anteil der Kosten tragen.

Intention der Investoren und Bauträger ist es, den Pflegeheim-Markt wegen der hohen Renditen abzuschöpfen. Bundesgesundheitsminister Spahn monierte bereits die zweistelligen Renditen in diesem Bereich. Beteiligt am Bau von Pflegeheimen sind Investoren, Bauträger, Architekten und Träger von Heimen. Kontrolliert werden sollten sie von Baurechtsamt und der Heimaufsicht. Alle genannten Institutionen werden ihrer Aufgabe aus Sicht von „Lebensraum für Alle e.V:“ nicht gerecht. Auch beim städtischen Wohnbau gibt es keinerlei Prüfinstanzen, die die Baupläne – spätestens jedoch die Ergebnisse kontrollieren.

„Lebensraum für Alle e.V“ macht sich zusammen mit seinen Partnern dafür stark, ein selbstbestimmtes Leben für ALLE einzufordern. Das ist auch das Ziel der Wohnraumberaterschulungen des Vereins. Als Mitglied der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungsanpassung (BAG) e.V. steht der Verein zu deren Forderungen, grundsätzlich barrierefrei zu bauen bzw. eine vernünftige Lösung bieten zu können, wenn die Pflege zuhause nicht mehr geleistet werden kann. Was aber sollen Wohnraumberater/innen Betroffenen aufgrund der beschriebenen Situation raten?

4.420 Zeichen

Freiburg, 25.03.19
Lebensraum für Alle e.V., Längenloh 11, 79108 Freiburg, Tel: 0761-56 317,
Mail: info@lebensraum-fuer-alle.org; www.lebensraum-fuer-alle.org

 

 

Wohnraumberatung, -anpassung und Finanzierungshilfen

Zuschüsse für Umbaumaßnahmen und Pflegehilfsmittel
Oft sind es Umbaumaßnahmen wie Rollstuhlrampen, begehbare Duschen oder die Verbreiterung von Türen, die es Pflegebedürftigen ermöglichen, im eigenen Zuhause oder in einer Pflegewohngemeinschaft zu bleiben. Seit 1. Januar 2015 liegen die Zuschüsse hierfür bei bis zu 4.000 Euro pro Maßnahme. Leben mehrere Pflegebedürftige gemeinsam in einer Wohnung, können sie bis zu 16.000 Euro pro Maßnahme erhalten. Auch die Zuschüsse zu Pflegehilfsmitteln, die im Alltag verbraucht werden, werden deutlich angehoben (von bis zu 31 Euro auf bis zu 40 Euro je Monat).

Mehr dazu...

Aktion Mensch - Förderaktion

Seit dem 1. Juli 2014 gibt es die Förderaktion "Barrierefreiheit", mit derkleine bauliche Vorhaben zB Umau von Sanitärräumen. Rampen, Treppenlifte, Leitsysteme uvm gefördert werden.

Mehr dazu...

Hilfen beim Umbau

Eine Wohnberatung unterstützt bei allen Fragen der alters- und behinderungsgerechten Wohnungsgestaltung. Es geht um Erleichterungen im Alltag, die Erhaltung der Selbständigkeit und den Schutz vor Unfällen in der Wohnung. Die notwendigen Änderungen werden vor Ort besprochen und geplant, wie die Überwindung von Stufen, der Einbau einer bodengleichen Dusche oder Erleichterungen in der Küchennutzung.

Die Beratung umfasst auch technische Hilfen wie zum Beispiel automatische Herdabschaltung bei Elektroherden, Bewegungsmelder, Rauchmelder, welche den Verbleib von Menschen mit Demenz in der vertrauten Wohnung unterstützen.

Die Kosten für Wohnungsanpassung, technische Hilfen und Wohnberatung übernehmen - teilweise oder ganz - unter bestimmten Voraussetzungen die Kranken- und Pflegekassen oder das Sozialamt. Auch hierüber informiert die Wohnberatung.

Auch im Rahmen der jeweiligen Landeswohnraumförderungsprogramme ist eine Förderung zur Anpassung von bestehendem Wohnraum als Hilfe für schwerbehinderte Menschen oder für barrierefreies Bauen vorgesehen. Über die Fördervoraussetzungen informiert Sie das Amt für Wohnraumversorgung.

Beratungs-Adressen:

Wohnraumberatung Lebensraum für Alle e.V.
Längenloh 11
79108 Freiburg
Tel. 0761-56317
Email: info@lebensraum-fuer-alle.org
www.lebensraum-fuer-alle.org


Lebensraum für Alle bietet Wohnraumberatung für ältere bzw. für Menschen mit Handicap, um ihnen das selbständige und möglichst unabhängige Wohnen in ihrer gewohnten Umgebung zu ermöglichen oder zu erhalten.

Die Wohnraumberatung informiert, wie durch den Einsatz technischer Hilfsmittel und eine veränderte Ausstattung oder eine bauliche Anpassung die Wohnsituation verbessert werden kann. Die Beratung ist neutral und unabhängig d.h. sie erfolgt ohne Verkaufsinteresse bezüglich bestimmter Produkte und Dienstleistungen.

Die Beratung erfolgt durch ehrenamtliche Mitarbeiter und kann telefonisch, in unserem Büro oder vor Ort ausgeführt werden. (Vor Ort gegen eine KM-Pauschale).
Sie ist transparent und wird mit einem Fragebogen dokumentiert. Sie wird unterstützt durch ein Netzwerk von Spezialisten aus unterschiedlichen Bereichen.

Lebensraum für Alle ist auch Mitglied der BAG Wohnungsanpassung e.V., einem Zusammenschluss der Wohnberater/innen und Wohnberatungsstellen in Deutschland und schult ehrenamtliche Wohnraumberater/innen.

Wohnraumberatungsschulungen

In den Schulungen  lernen die Teilnehmer/innen Grundkenntnisse zur barrierefreien Gestaltung, die Vielfalt möglicher Problemzonen und Lösungsmöglichkeiten  in und außerhalb des Hauses, Technik der Vermessung und Datenaufnahme, Hilfsmittel, regionale Ansprechpartner, Netzwerkpartner und Finanzierungsmöglichkeiten kennen. Auch eine barrierefreie Musterwohnung sowie eine Hilfsmittelausstellung sind in die Schulung integriert.

Zum Kreis unserer Referenten gehören  Fachleute wie Susann Fischer, Architektin, www.fischer-architekten.de, Hadwig Storch, Dipl. Soz. Päd., http://www.beratung-senioren.de/boetzingen-und-gundelfingen.htm oder Thomas Bethmann, Schreinermeister und Ergonomieberater,  www.freie-holzwerkstatt.de.

Alle Teilnehmer/innen  erhalten  neben den Online-Unterlagen eine Mappe mit Checklisten und Informationen in Loseblattform für Erweiterungen und Aktualisierungen.

Bei Interesse an einer Schulung zur Wohnraumberatung /-anpassung rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns: Tel. 0761-56317 / Mail: info@lebensraum-fuer-alle.org

 

Weiterbildung „Berater/in für hilfreiche Technik im Alter“ (AAL- Berater)
Die Weiterbildung der Hochschule Furtwangen (Kontaktstudium mit Zertifikat) befähigt Fachkräfte im Gesundheits- und Sozialwesen Organisationen oder Betroffene zu Einsatzmöglichkeiten, Chancen und Grenzen neuer technischer Hilfen für Pflege und Alltagsunterstützung zu beraten.

Mehr dazu...

 

 

Wohnraumberater-Weiterbildung beim DRK
die DRK Kreisverbände Böblingen und Stuttgart bieten im nächsten Jahr 2018 zwei Grundschulungen im März und im Oktober 2018 für ehrenamtliche WohnberaterInnen an.

Mehr dazu...

 

Wohnraumberatung Ring der Körperbehinderten
Meckelhof 1
79110 Freiburg
Tel. 0761 - 8 81 86-12
Email: verwaltung@ring-freiburg.de
www.ring-freiburg.de

 

Wohnraumberatung Evangelische Sozialstation Freiburg i. Br.
Maienstr. 2
79102 Freiburg
Tel. 0761-27130-142
Email: sozialstation@evsozialstation-freiburg.de
www.evsozialstation-freiburg.de

 

Wohnberatungsstelle Sozialverband VdK
Bezirksverband Südbaden
Bertoldstr. 44
79098 Freiburg
Tel. 07 61-50 44 90
Fax 07 61-50 44 50
Email: info@vdk-bawue.de
www.vdk-bawue.de

direkte Ansprechpartnerin
Frau Dipl.Ing. Sabine Daiber
Freie Architektin
Rahel- Varnhagenstraße 16
79100 Freiburg
Tel 07 61-7 70 43
Fax 07 61-70 69 88
Email: sabinedaiberdi@versanet.de

 

Barrierefreies Probewohnen mit Hilfsmittelberatung
Deutsche Gesellschaft für Muskelkranke e.V. (DGM)
Im Moos 4
79112 Freiburg
Telefon: 076 65 / 94 47 – 0
Telefax: 076 65 / 94 47 – 20
Email: info@dgm.org
www.dgm.org

 

Beratungs- und Planungsbüro mahp
barrierefrei beraten-planen-entwickeln-gestalten
Schnellinger Str. 7
77716 Haslach / Kinzigtal
Tel: 07832-99 42 96
www.mahp.de

 

Seniorenbüro der Stadt Freiburg
Kommunale Beratungsstelle Freiburg - Besser leben im Alter durch Technik
Fehrenbachallee 12
79106 Freiburg
Tel: 0761-201-3032
Email:seniorenbuero@stadt.freiburg.de
www.freiburg.de/senioren

 

Wohnberatung für Menschen mit Demenz

Rund zwei Drittel aller an Demenz Erkrankten werden von ihren Angehörigen gepflegt, leben also zuhause. Die Wohnung sollte sie nicht verunsichern, sondrn Geborgenheit ausstrahlen. Das beginnt mit der Farbgestaltung: Knallige Farben oder strukturierte Fußböden können verwirren. Mischfarben aus Gelb und Rot sprechen das Langzeitgedächtnis an und werden deshalb oft als angenehm empfunden. Unterschiedliche Farbgebung einzelner Räume hilft bei der Orientierung. Eine indirekte und schattenfreie Beleuchtung beugt optischen Halluzinationen vor. Beleuchtung kann als Zeitgeber fungieren, der den Schlaf- und Wachrhythmus steuert. Spiegel können Angst machen, weil das eigene Spiegelbild nicht mehr erkannt wird.

Mehr dazu...

Wohnberatung bei Demenz uva Downloads zum Thema. Kuratorium Deutsche Altershilfe  http://www.kda.de/downloads.html?cat=6

Technische Unterstützung bei Demenz uvm, Demenz Support Stuttgart, Zentrum für Informationstransfer,www.demenz-support.de

Literatur- und Internettipps zum Bauen, Wohnen, Finanzieren:

www.dipb.de
Internetseite des Dachverbandes Integratives Planen und Bauen Stuttgart e.V. mit ausführlichen Informationen zu Barrierefreiheit in den Bereichen des privaten Wohnungsbaus und  bei öffentlichen Gebäuden; Materialien zu DIN-Normen, Leitfaden für Architekten, Checklisten für Altbestand und Neubau.

www.nullbarriere.de
Internetseite zum Themenkreis barrierefreies Planen und Bauen sowie Finanzierung.

www.baufoerderer.de
Informationen zu Förderprogrammen der einzelnen Landesbanken; Kontaktadressen der Landesbanken; Online-Förderrechner.

http://www.bagso.de/
Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen, Infos zum Wohnen und Finanzierung

www.wegweiseralterundtechnik.de
Infos zu technischen Einbauten und Hilfsmitteln in der Wohnung

www.online-wohn-beratung.de/
Wohnberatungsportal des Vreiens barrierefrei leben e.V.

www.myhandicap.de
Die  Stiftung MyHandicap will die Lebenssituation von Menschen zu verbessern, die durch eine körperliche Einschränkung in ihrem Alltag maßgeblich beeinträchtigt sind, auch zum Thema Wohnen

www.barrierefrei.de
Barrierefreies bauen, wohnen, Produkte und Preise

www.serviceportal-zuhause-im-alter.de
Informationsplattform des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend rund um das Thema Wohnen im Alter

E-Book barrierefrei sanieren
Wissenswertes zur barrierefreien Sanierung, kostenlos zum downloaden

Begutachtung, Erprobung, Optimierung seniorenrelevanter Produkte:
Deutsche Gesellschaft für Gerontotechnik

www.kfw.de Fördermittel, altersgerecht, barrierefrei , energetisch (um)bauen

www.myhandicap.de = Infos/Adressen für Menschen mit Behinderung

www.bmub-bund.de  Leitfaden barrierefreies Bauen, PDF kostenlos, 2014

http://www.shk-barrierefrei.de  Produktübersicht Zentralverband Sanitär Heizung Klima

http://www.zeit.de/angebote/senioren-ratgeber Alles rund ums Alter, basiert auf:

http://www.deutsches-seniorenportal.de/

http://www.serviceportal-zuhause-im-alter.de/programme.html (BM Fam/Frauen/Sen/ Jugend)

Lösungen für Fenster und Türen für Menschen mit motorischen Einschränkungen s. Fa. PaX https://www.pax.de/

ABC Barrierefreies Bauen , Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e.V.
http://www.bsk-ev.org/

Barrierefrei umbauen und bauen, Verband der privaten Bausparkassen, www.bausparkasssen.de

Literatur:

Vorbauen und umbauen: barrierearm und altersgerecht, Verband Privater Bauherren, 2014, info@vpd.de , 5€ plus Versandgebühr

Clever umbauen. Komfortabel in die besten Jahre.
Verbraucherzentrale Düsseldorf (www.verbraucherzentrale.de) Euro 19,90

Daheim wohnen bleiben! Beratung zur Wohnungsanpassung für altersgerechtes Wohnen. 2015, Euro 4,50 (www.verein-stadtteilarbeit.de)

Checklisten und Vorschriften zur Barrierefreiheit für die Bereiche Gastgewerbe, Veranstaltungen, Museen, Einzelhandel, Webdesign, Regionalverkehr, Nationalparks und für Menschen mit kognitiven Einschränkungen: Bundeskompetenzzentrum Barrierefreiheit e.V. http://www.barrierefreiheit.de/ver%C3%B6ffentlichungen.html

Wohnberatung für Menschen mit Demenz

Rund zwei Drittel aller an Demenz Erkrankten werden von ihren Angehörigen gepflegt, leben also zuhause. Die Wohnung sollte sie nicht verunsichern, sondern Geborgenheit ausstrahlen. Das beginnt mit der Farbgestaltung: Knallige Farben oder strukturierte Fußböden können verwirren. Mischfarben aus Gelb und Rot sprechen das Langzeitgedächtnis an und werden deshalb oft als angenehm empfunden. Unterschiedliche Farbgebung einzelner Räume hilft bei der Orientierung. Eine indirekte und schattenfreie Beleuchtung beugt optischen Halluzinationen vor. Beleuchtung kann als Zeitgeber fungieren, der den Schlaf- und Wachrhythmus steuert. Spiegel können Angst machen, weil das eigene Spiegelbild nicht mehr erkannt wird.

Mehr dazu...

Wohnberatung bei Demenz uva Downloads zum Thema. Kuratorium Deutsche Altershilfe  http://www.kda.de/downloads.html?cat=6

Technische Unterstützung bei Demenz uvm (2013), Demenz Support Stuttgart, Zentrum für Informationstransfer (www.demenz-support.de)

Qualitätskriterien für Wohnraumberatung und -schulungen

Bei Wohnraumberatungen / -anpassungen in Freiburg und der Regio schließen wir uns als Mitglied den Qualitätsstandards der BAG Wohnungsanpassung e.V. an

  1. Wohnberatung unterstützt Ältere und Menschen mit Behinderung dabei, ihre Wohnung so auf die eigenen Bedürfnisse anzupassen, so dass sie möglichst selbständig und langfristig dort leben können.
  2. Wohnberatung berät und informiert darüber wie durch den Einsatz von technischen Hilfsmitteln, eine veränderte Ausstattung oder bauliche Maßnahmen die Wohnsituation verbessert werden kann.
  3. Beratung zur Wohnungsanpassung findet, nach einem Erstgespräch, in der Wohnung der Betroffenen (Ratsuchenden) statt.
  4. Die Beratung zu Finanzierungsmöglichkeiten und die Unterstützung bei der Umsetzung der Maßnahmen gehören zum Leistungsspektrum der Wohnberatung.
  5. Zusätzlich informiert Wohnberatung auch über andere geeignete Wohnangebote und Wohnformen sowie weitergehende Beratungs- und Dienstleistungsangebote vor Ort.
  6. Wohnberatung läuft transparent und nachvollziehbar ab und wird dokumentiert.
  7. Wohnberatung ist nicht mit Verkaufsinteressen bezüglich bestimmter Produkte oder Dienstleistungen verbunden, sondern unabhängig und neutral.
  8. Je nach Erfordernis der Beratungssituation fließen Kenntnisse unterschiedlicher Professionen in die Wohnberatung ein. ( Architektur, Sozialpädagogik und Pflege.)
  9. Wohnberatung kooperiert mit geeigneten Institutionen und Personen, um die bestmöglich Unterstützung der Betroffenen zu gewährleisten.
  10. Wohnberatung entwickelt sich als Fachgebiet ständig weiter. Qualifizierte Wohnberatung zeichnet sich daher durch eine kontinuierliche Fortbildung aus.
  11. Wohnberatung leistet vor Ort Öffentlichkeitsarbeit zum selbstständigen Wohnen im Alter.

Qualitätsstandards bei unseren Grundlagenschulungen  für ehrenamtliche Kräfte

Die Grundlagenschulung zur Wohnungsanpassung hat das Ziel, die Teilnehmer/innen mit allen notwendigen Basisinformationen über Inhalte und Strukturen von Wohnungsanpassungsberatung auszustatten. Diese Schulung richtet sich an Fachkräfte aus den Bereichen Senioren/Behindertenarbeit, von Wohnungswirtschaft, Pflegekassen, Wohlfahrtsverbänden oder Kommunen, die das Thema in ihr Beratungsspektrum aufnehmen wollen und Grundkenntnisse zur Erstberatung benötigen. 

Die Grundlagenschulung zur Wohnungsanpassung dauert 4 Tage á 5 Stunden

Vermittelt werden Kenntnisse aus den Bereichen

  • Wohnberatung und Wohnungsanpassung,
  • Zielgruppen (z.B. Demenz)
  • Barrierefreies Bauen (DIN-Normen und Gesetze),
  • Finanzierung von Maßnahmen,
  • Alternative Wohnmöglichkeiten (WGs, Pflegeeinrichtungen, Betreutes Wohnen)
  • Beratungsarbeit,
  • Öffentlichkeitsarbeit,
  • Kooperation und Vernetzung sowie
  • Finanzierung von Beratungsangeboten.

Dabei wird auf die besondere Situation ehrenamtlicher Mitarbeiter/innen mit ihren zumeist sehr heterogenen Vorerfahrungen und Vorkenntnissen methodisch und inhaltlich eingegangen. Die inhaltlichen Ausführungen werden durch Übungen vertieft.

Eine Exkursion zu Musterwohnungen und Fachausstellungen sowie die Besichtigung verschiedener Produkte der Sanitätshäuser, in denen die Schulungen stattfinden, ist inbegriffen.

Voraussetzung für die Schulung ehrenamtlicher Kräfte ist die Anbindung der ehrenamtlichen Kräfte an eine hauptamtliche Stelle oder institutionelle Strukturen vor Ort.

Die Teilnehmer/innen erhalten eine Teilnahmebescheinigung der Institution und von Lebensraum  für Alle e.V.

Anforderungen an die Lehrkräfte:

Die Schulungen werden von einem multiprofessionellem Team durchgeführt, das zum einen Qualifikationen aus dem Bereich Sozialpädagogik, zum anderen aus dem Bereich Bautechnik/Architektur und Handwerk nachweisen kann.

 

Ehrenamtliche Wohnraumberater/innen

Die Absolventen der 2. Schulung für ehrenamtliche Wohnraumberater/innen im April 2016 in Freiburg

Energie-Beratung

Das Beratungszentrum Bauen und Energie der Stadt Freiburg im Technischen Rathaus gibt jetzt auch Tipps in Sachen energieeffizientem Bauen und Sanieren. Es findet eine kostenlose Erstberatung statt, die Orientierung im Förderdschungel bietet. Da die Beratung auf ca 30 Minuten beschränkt ist, ist es ratsam eine Checkliste mitzubringen. Die Beratung findet statt im Technischen Rathaus, Fehrenbachallee 12, Mo-Fr 8:30-12:30 mit Termin

Tel: 0761-201-4356 und -4357

Mail:energieberatung-bra@stadt-freiburg.de. 

www.freiburg.de/bzbe


 

Stromverbrauch senken bedeutet Geld sparen und ist gleichzeitig ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz

 

Durch den Einsatz effizienter Techniken und stromsparender Geräte lässt sich auch im Privathaushalt der Stromverbrauch deutlich reduzieren.

Unter www.freiburg.de/stromsparen finden Sie eine Menge nützlicher Informationen des Umweltschutzamtes zu diesem Thema.