Hausnotruf und Telefonumstellung

Einen Überblick über Hausnotrufsysteme finden Sie hier:

https://www.wohnen-im-alter.de/zuhause/ambulante-dienste/ratgeber/hausnotruf

 

Aktuell: Telefonumstellung

Wie Sie vielleicht wissen, wird derzeit das Telefonnetz auf eine neue Technologie umgestellt. Das Zauberwort heißt IP-Umstellung, da die neue Technologie auf einer anderen Art der Übertragung basiert – künftig wird alles, auch Sprache, in kleinen Datenpaketen mit Hilfe des sogenannten Internetprotokolls (IP) transportiert. Die Details müssen Sie jedoch nicht interessieren. Wichtig für Sie zu wissen ist nur, ob Sie im Vorfeld etwas unternehmen müssen oder nicht. In der neuen Broschüre der Deutschen Seniorenliga: Das neue Telefonnetz leicht erklärt, erläutern wir Ihnen leicht verständlich, ob für Sie Handlungsbedarf besteht oder nicht, ob Sie einen Teil Ihrer Endgeräte gegen neue austauschen müssen, was Sie am Tag der Umstellung machen müssen und wo Sie Hilfe erhalten.Wenn Sie selbst oder Ihre Angehörigen eine Hausnotrufanlage installiert haben, gilt es Folgendes zu beachten: Ein Hausnotrufsystem besteht grundsätzlich aus einem Notrufsender ("Roter Knopf") und einer Basisstation. Drücken Sie den Notfallknopf, alarmiert Ihr Telefon bzw. die Basisstation die Notrufzentrale Ihres Hausnotrufanbieters (eine Auswahl der Wohlfahrtsverbände und freien Anbieter finden Sie am Ende der Broschüre), die sofort Hilfe schickt.

Erkundigen Sie sich bitte bei Ihrem Dienstleister, ob die installierte Hausnotrufanlage nach der Umstellung des Telefonnetzes weiterhin funktioniert. Wenn nicht, muss die Anlage ausgetauscht werden. Das ist Sache des Anbieters und für Sie in der Regel kostenfrei. Auch wenn die Telekom nicht für das Funktionieren von Hausnotrufgeräten zuständig ist und auch keine Kenntnis darüber hat, wer ein solches System nutzt, ist ihr natürlich daran gelegen, dass derlei Sonderdienste weiterhin störungsfrei betrieben werden können. Deshalb arbeitet sie eng mit dem Hausnotrufverband, der Initiative Hausnotruf, Herstellern und Betreibern der Notfalldienste zusammen. Seit 2016 können Hersteller ihre Produkte im IP-Testcenter der Telekom in Bonn auf deren IP-Tauglichkeit prüfen.

Für Sie bedeutet das: Rufen Sie Ihren Dienstanbieter an (eine Liste mit den entsprechenden Telefonnummern finden Sie in der Broschüre) und prüfen Sie nach der Umstellung auf die neue IP-Technologie, ob Ihr Hausnotrufgerät auch tatsächlich funktioniert – egal, ob Sie Ihr altes Gerät behalten konnten oder ein neues zur Verfügung gestellt bekommen haben.

Wichtig zu wissen: Derzeit wird viel Unsicherheit mit der Sorge vor Stromausfällen geschürt. Ja, es stimmt, dass Ihr (Telefon-)Anschluss künftig bei einem Stromausfall nicht mehr funktioniert. Doch tatsächlich ist das deutsche Stromnetz eines der besten auf der Welt. In 99,997 Prozent der Zeit funktioniert es ohne Probleme. Im Durchschnitt sind deutsche Haushalte lediglich 15 Minuten im Jahr ohne Strom. Zugelassene Hausnotrufgeräte sind jedoch ohnehin batteriegepuffert. Sie müssen mindestens 24 Stunden ohne externe Stromzufuhr funktionieren. Wem das immer noch nicht reicht, der sollte seinen Hausnotrufanbieter auf eine zusätzliche Sicherung über Mobilfunk ansprechen.

Mehr dazu bei der Deutschen Seniorenliga