Den Rollator richtig handhaben

Mittlerweile nutzen bundesweit rund drei Millionen Menschen einen Rollator, um im Alltag mobil zu bleiben. Und es werden täglich mehr. Doch der Gebrauch dieser Gehhilfe ist nicht so einfach, wie es scheint. Das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) hat zusammen mit der Klinik für geriatrische Rehabilitation des Robert-Bosch-Krankenhauses in Stuttgart den Ratgeber „Rollator – Tipps zum sicheren Umgang“ herausgegeben.

In Bewegung zu bleiben, ist im Alter besonders wichtig. Eine eingeschränkte Mobilität ist ein erhebliches Risiko für Pflegebedürftigkeit, die auf jeden Fall so lange wie möglich vermieden werden sollte.

Viele ältere und pflegebedürftige Menschen nutzen einen Rollator zu Hause, beim Einkaufen oder Spaziergang. „Fällt das Gehen nach einem Unfall, durch eine Erkrankung oder mit zunehmendem Alter immer schwerer, kann ein Rollator eine sinnvolle Hilfe sein, um mobil zu bleiben“, sagt Dr. Ralf Suhr, Vorstandsvorsitzender des ZQP. Doch bei falscher Handhabung drohen Unfälle und Stürze. Umso wichtiger sind die Auswahl sowie das anschließende Training mit der Gehhilfe.

Gehhilfe anpassen

Vor der Entscheidung sollte auf jeden Fall eine Beratung durch Hausarzt, Pflegefachkraft und Physiotherapeut in Anspruch genommen werden. Der Rollator muss individuell auf die Körpergröße und die Erfordernisse eingestellt werden. Für die richtige Körperhaltung und das Gehen muss es eine Einweisung geben. Auch das Aufstehen und Hinsetzen muss geübt werden. Das gilt ebenso für das Überwinden von Hindernissen wie Bordsteinkanten und die Nutzung von Bussen. Der Ratgeber kann kostenlos im Internet unter www.zqp.de bestellt werden