Spaziergang durchs Sedanviertel

Das Sedanviertel hat seinen Namen nach dem gewonnenen deutsch-französischen Krieg  1871 bekommen. Mit französischen Reparationsgeldern wurde teilweise großbürgerlich gebaut. In den 70 und 80iger Jahren starteten hier die ersten Hausbesetzungen  und zahlreiche Demonstrationen. Für die meisten Freiburger/innen gilt dieses Quartier auch heute noch als links-alternativer Fleck im grünen Freiburg.

Wir starten am Hauptbahnhof, gehen am Konzerthaus Freiburg  (barrierefrei) und dem Novotel vorbei  und überqueren die Wilhelmstraße. Zehn Meter  weiter finden wir das  „Jazzhaus“  (barrierefrei, www.jazzhaus.de).

Zurück in der Wilhelmstraße,  passieren wir eine alte schöne Stadtvilla:  Das „Weinschlösschen“, das nur bei Veranstaltungen geöffnet ist. Es schließt sich das Goetheinstitut an. Bevor wir an der Buchhandlung „ Jos Fritz“ rechts in die Specht-Passage einbiegen, ein paar Worte dazu: Der Buchladen ist nach „Jos Fritz “, einem der Anführer in den Bauernkriegen benannt. Er wurde 1975 im Zuge der der Anti-AKW-Bewegung gegen das geplante Kernkraftwerk Whyl am Kaiserstuhl, eröffnet. Ein Querschnitt der gesamten Bevölkerung bekämpfte damals erfolgreich dessen Bau und Betrieb. Gleich daneben in der  Specht-Passage kann man in  Jos Fritz-Café (Behinderten-WC, http://josfritzcafe.de/frame.html ) drinnen oder draußen sitzen und an Veranstaltungen teilnehmen. 

In der Passage ist auch das Theater Harrys Depot zu finden (leider nicht barrierefrei, http://www.ensemble-harry.de/index.html).

Wo die Passage auf die Heinrich-von-Stephan-Straße trifft, wenden wir uns nach links. Hier finden wir ein buntes Gemisch aus Kneipen wie den Grünhof das Café Pow oder Kiez47.

Ein paar Schritte zurück, biegen wir in die Belfort- und dann rechts in die Adlerstraße ein. An deren Ende sehen  wir rechts  das Grethergelände – einst Metallgießerei und Maschinenfabrikgelände - jetzt ein selbstverwaltetes Projekt des Mietshäuser Syndikats. Hier wird günstig gewohnt und gearbeitet, z.B. im Chaos Computer Club, im Archiv für Soziale Bewegungen  oder bei Radio Dreyeckland sowie in zahlreichen anderen  Projekten und Initiativen. All das macht das  Gelände – Zitat „ zu einem Treffpunkt, der sich deutlich vom kommerzorientierte Treiben der benachbarten Freiburger Konsummeile unterscheidet“ (https://grether.syndikat.org/geschichte/).

Nachdem wir das Grethergelände an der Faulerstraße wieder verlassen haben, stehen wir vor dem Gelände des Fauler Bades.  Auf der Liegewiese dieses Hallenbads zeigen Künstler/innen von Herbst bis Frühjahr wechselnde Ausstellungen. Eingang über das Pool-Café, täglich von 12- 20 Uhr außer Donnerstag. Die diesjährige Ausstellungssaison läuft nach bis 25.5.2019 (http://www.kunstimfaulerbad.de/)

Am Ende der Faulerstraße bieten sich mehrere Möglichkeiten, den Rundgang fortzusetzen:

a)      Durch die Wilhelmstraße zum Ausgangspunkt  zurück

b)      Durch die Werthmannstraße mit Stopp im Biergarten der Mensa Ecke Rempartstraße oder an Sommerabenden beim Tanz im Mensabrunnen.

c)       Einen Spaziergang an der Dreisam zum Café Extrablatt (barrierefrei).