Spaziergang durch Ebnet

Ebnet ist ein Stadtteil von Freiburg, der erst 1974 eingemeindet wurde und ca. 2.600 Einwohner/innen hat. Einen gedruckten Führer zu 18 aufgestellten Infotafeln „Ebnet zwischen gestern und heute“, hrsg. zur 900-Jahr-Feier, vom Verein für Denkmalpflege Freiburg i.Br., mit Unterstützung der ARGE Ortsbild Ebnet, gibt es für 3.- in der Ortsverwaltung Ebnet, Tel: 0761 6968980.

Von der Endhaltestelle der Stadtbahnlinie 1 (Lassbergstraße) aus, gehen wir durch die Heinrich-Heine-Straße. Zwischen den Häusern 7 und 9 führt ein Fußgängerweg Richtung Park, den wir auf dem Hauptweg bis zur Schwarzwaldstraße durchqueren.

Gegenüber sehen wir das Strandbad-Gelände und das Kinder-/Jugendzentrum Haus 197. Wir gehen nach rechts bis zur Dreisambrücke und sehen gegenüber die Statue des Hl. Nepomuk, nach dem auch die Brücke benannt ist. Wir überqueren den Fluss und biegen gleich dahinter nach rechts zum Uferweg hinab. Diesen Uferweg folgen wir bis zu einem kleinen Steg, vor dem wir nach links in die Gasse „Am Schloss“ einbiegen. Vorbei an der Fa. Welte  (Druckverfahren) gehen wir am Eschbach entlang bis zum Schloss-Portal.

An der Schlossbrücke können wir auf zwei Infotafeln Interessantes zur Geschichte des spätbarock-klassizistischen Schlosses Ebnet erfahren. Heutzutage ist es der Wohnsitz der Familie von Gayling-Westphal. Der Schlossherr stellt Schloss und Garten mehrmals im Jahr für Kulturveranstaltungen zur Verfügung (www.schloss-ebnet.de). Wenn wir den Schlosshof zur warmen Jahreszeit durchqueren, finden wir in einer Scheune eine Storchenbeobachtungsstelle.

Nachdem wir das Schlossareal wieder verlassen haben, sehen wir gegenüber ein rotes Haus: In der ehemaligen Schmiede lädt jetzt das „Café am Schloss“ zur Pause ein. Bis 2002 die B31 gebaut wurde, floss hier durch die Schwarzwaldstraße der gesamte Verkehr Richtung Osten.

Wir überqueren die Schwarzwaldstraße an der Ampel  und biegen in den Eschbachweg ein. Hier finden wir noch einige ehemalige alte Gehöfte. Der Weg endet an der Straße Steinhalde. Links sehen wir das „Kinderlernhaus“, eine Montessori-Kita und Grundschule. An ihrer Wand lesen wir auf einem weiteren Infoschild etwas zum Thema Schulen in Ebnet.

Wir gehen nach links, die Steinhalde hinauf, biegen links in den Scheibenbergweg und legen die letzten Meter bis zur Pfarrkirche St. Hilarius zurück. Am Aufgang zum Friedhof lesen wir auf der Infotafel 1 u.a., dass Mozarts Schwiegereltern hier einst heirateten. Wir steigen hinauf zum Friedhof und besichtigen die Kirche (falls geöffnet).

Zurück zur Steinhalde gehen wir bergab am Dorfbrunnen und bei der Nr. 16 vorbei, an einem der noch existierenden alten Bauernhöfe, den „Schwärzlehof“ der Familie Martin Haury. Bald sehen wir links das Rathaus bzw. die Ortsverwaltung. Hier bekommt man die o.g. Broschüre. Auf einer Tafel erfahren wir weitere Daten & Fakten zur Geschichte Ebnets.

An der Schwarzwaldstraße sehen wir rechts das ehemaliges Gasthaus Löwen und gegenüber ein rotes Haus mit der Aufschrift „Gasthaus Hirschen“. Hier eröffnete der Verein Labyrinth 2004 die erste Demenz-WG Freiburgs (https://www.labyrinth-freiburg.de/).

Wir überqueren die Schwarzwaldstraße und wenden uns nach links. Bevor wir in den Johann-Jakob-Fechter-Weg einbiegen, sehen wir ein Stück weiter das einzig übrig gebliebene von vielen ehemaligen Wirtshäusern: Das 1876 erbaute Gasthaus Ruh, Schwarzwaldstraße 241 (Tel: 0761 / 620 65, www.gaestehaus-ruh.de).

Im Johann-Jakob-Fechter-Weg erhalten wir rechts  noch einmal Durchblicke auf  die Rückfront und eigentliche Schauseite des Schlosses. Der Weg führt uns zu einer ehemaligen Papiermühle (s. Infotafel 4), einer heutigen Waldorf-Kindertagesstätte. Wir gehen an der Kita vorbei und sehen vor uns ein Holzhaus, den Hirschenweg 14, einen der Veranstaltungsorte des Ebneter Kultursommers und Probenort des Freiburger Bachchors.

Wir laufen Richtung Parkplatz und gehen über den Heinrich-von-Gayling-Weg in die Bruggastraße. Dort kommen wir an dem von der Familie Trendle bewirtschafteten „Kotterlehof“ (Nr.1) vorbei. An der Ecke zur Schwarzwaldstraße steht der „Linderhof“ (Infotafel Nr. 6) der Familie Drazek. In der Schwarzwaldstraße 241, fast gegenüber steht der über 100 Jahre alte  „Hättichenhof“, der  Familie Konrad Haury.

Wir gehen aber rechts weiter und sehen etwa 200 Meter vor uns am Radweg die  Anna-Kapelle. Unter den Feldern und Wiesen rechts von speichern zahlreiche Brunnen das Trinkwasser für große Teile Freiburgs. Die Anna-Kapelle wurde erstmals 1570 und zum Schluss 2010 wieder neu errichtet (s. Info-Tafel 12). Die Holzskulpturen sind vom Bildhauer Thomas Rees. Gepflegt wird die Anlage von dem Kinderlernhaus, unterhalten von Freiherrn Nikolaus von Gayling. Gegenüber liegt der neue Sportplatz Ebnets, der aus dem Ort heraus verlegt wurde, da man das Grundstück bebauen will.

Nach der Besichtigung drehen wir wieder um und gehen die Schwarzwaldstraße zurück bis zur Hornbühlstraße, in die wir links einbiegen. Wir gehen bis zur Zartener Straße und durchlaufen sie bis wir links den alten „Hummelhof“ sehen auf dem heutzutage Holz produziert wird und rechts die Nr. 3, ein liebevoll restauriertes Haus aus dem Jahr 1670.

Wir gehen die Bruggastraße links hinunter bis sie in die kleine Gasse „Alte Sägemühle“ einmündet. Ihr folgen wir bis zum Dreisamufer, biegen rechts ein und laufen an der Feyelschule und der Dreisamhalle vorbei bis zum Schloss-Steg (s. Infotafel 14).

Wir überqueren den Steg und gehen nach rechts an einer Kleingartenkolonie vorbei bis zur Straße „Im Grün“. Von hier aus führt uns die gelbe Raute wieder zurück durch den Park, den wir schon von Anfang der Tour kennen, vorbei an der Kita Rappelkiste und dem Spielplatz zur Heinrich-Heine-Straße und der Straßenbahnhaltestelle.

Länge: ca. 4 km

Fahrplanauskunft VAG

Jahreszeitliche Besonderheiten: Ebneter Kultursommer (http://www.ebneter-kultursommer.org/) und der Ebneter Weihnachtsmarkt, immer am 1. Adventswochenende.