Freiburg für Alle

Damit Freiburg tatsächlich eine Stadt "für Alle" wird, arbeiten wir mit im Netzwerk "Inklusion". Ziel ist es, dass alle Menschen gleichberechtigt zusammenleben können und selbstverständlich in ihrer Unterschiedlichkeit akzeptiert werden - egal ob Alt oder Jung, fit oder mobilitätseingeschränkt.

Eins der drängendsten Thema in Freiburg ist die Wohnproblematik für Ältere und für Menschen mit Handicap. Seit Jahren arbeiten wir daran, Politikern, Bauträgern, Entscheidern und der Öffentlichkeit klar zu machen, dass grundsätzlich barrierefrei und generationenübergreifend gebaut werden sollte. Das kommt allen zugute und ist letzendlich volkswirtschaftlich günstiger als Pflegeheime zu bauen (die teuerste Variante des Altwerdens!

Hier finden Sie interessante Beiträge zu diesem Thema:

Senioren droht Wohnungsnot

Unser Brief an die Gemeinderäte Freiburgs

 

 

"Freiburg für Alle" - Informationen über die Stadt Freiburg und Umgebung.

Seit 2002  informiert „Freiburg für Alle“ über Sehenswürdigkeiten, Ausflugsziele, sowie das Kultur- und Gastronomieangebot  - eine praktische Orientierungshilfe für alle Freiburg-Entdecker, Einheimische wie Touristen.

Großer Wert wurde dabei auf Informationen zur Zugänglichkeit und Barrierefreiheit der verschiedenen Einrichtungen gelegt.

Die 4., aktual. Auflage des gedruckten Stadtführers "Freiburg für Alle" erhalten Sie u.a. in der Tourist-Information (Altes Rathaus), beim VAG pluspunkt (Bertoldstr.), beim Stadtseniorenrat (Schusterstr.), im Seniorenbüro (Techn. Rathaus) oder in der Stadtbibliothek (Münsterplatz).

Freiburg für Alle Stadtfüher 2013

Den Stadtführer als Download finden Sie hier.

48 gute Gründe für Barrierefreiheit - einen Grund für jeden der 48 Freiburger Stadträte!

Freiburg wirbt mit  „Nachhaltigkeit“. Nachhaltigkeit ist nicht nur ökologisch und ökonomisch sondern auch sozial. Barrierefreiheit ist also nachhaltig, fördert Inklusion und ist zudem im Gleichstellungsgesetz und der UN-Konvention verankert. Barrierefreiheit ermöglicht nicht nur tausenden Freiburger/innen Zugänglichkeit und Teilhabe, sondern sorgt auch für komfortables und generationenfreundliches Wohnen.

Wir haben die Freiburger Gemeinderäte und alle Parteien, die sich zur Kommunalwahl aufstellen gefragt: Für welches der 48 Argumente stehen Sie? Teilen Sie uns Ihre Position mit - wir veröffentlichen sie vor den Wahlen auf unserem Internetportal.

Hier geht es zu den Antworten der Politiker/innen.

Liebe Freiburger/innen,

Die momentane Situation in Freiburg:

In Freiburg leben z. Z. rund 1800 Personen mit einem Schwerbehindertenausweis mit einer außergewöhnlichen Gehbehinderung, sowie 213 Blinde. Weitere 9.200 Freiburgerinnen und Freiburger haben eine erhebliche Gehbehinderung  und sind somit ebenso auf barrierefreien Wohnraum angewiesen.

Von den rund 4000 Menschen, die in Freiburger Pflegeheimen oder betreuten Wohnanlagen leben, haben sehr viele eine Gehbehinderung und benötigen ebenfalls eine barrierefreie Wohnumgebung.

Somit ergibt sich heute schon ein Bedarf für rund 12.000 Mitbürger/Innen, für die schon vor langer Zeit barrierefrei hätte gebaut / umgebaut werden müssen. Aber außer  Zugänglichkeit ermöglichen nur  barrierefreie Wohnungen auch soziale Teilhabe – denn nur so kann man von anderen Betroffenen besucht werden bzw. sie besuchen.

Laut Pestel-Studie wird es  in Freiburg in den nächsten Jahrzehnten über 50.000 Menschen über 65 und über 6.000 Pflegebedürftige geben. Somit ergibt sich ein Bedarf an über 5.000 barrierefreien Wohnungen!

Der demografische Wandel bringt auch einen gewaltigen Ansturm auf Pflege mit sich, für die wir weder genug Heimplätze noch Pflegekräfte haben. Dabei wollen immer  mehr Menschen im Alter unabhängig und selbstbestimmt leben. Doch nur weniger als 5% aller Wohnungen in Deutschland sind altersgerecht!

Einige Bauträger und -genossenschaften  sind fortschrittlich und bauen mittlerweile barrierefrei. Der  Kenntnisstand unter Architekten und Baufirmen -was barrierefreies Bauen anbelangt- ist jedoch  noch wenig ausgeprägt. Oft wird das Kostenargument angeführt. Tatsache ist jedoch: Wenn von vornherein barrierefrei geplant und gebaut wird, ist das volkswirtschaftlich gesehen die kostengünstigere Lösung. Das Pflegeheim ist immer die teuerste Alternative! Und leider kostet auch der nachträgliche Umbau ein Vielfaches. Deshalb ist die Lösung: Grundsätzlich barrierefrei zu bauen.

Wenn auch Sie mit uns der Meinung sind, dass Barrierefreiheit die Grundlage für Teilhabe und Zugänglichkeit ist – was übrigens auch im Gleichstellungsgesetz und in der UN-Konvention für Menschenrechte verankert ist -  dann beobachten Sie auf unserer Webseite www.freiburg-fuer-alle.de und www.lebensraum-fuer-alle.org die Stellungnahmen der Parteien und Gemeinderäte zu diesem Thema!

Wir wollen Häuser und Wohnungen in einem Design für Alle, die den unterschiedlichen Wohnformen gerecht werden und die ebenso nützlich und komfortabel  für Eltern mit kleinen Kindern wie für Menschen im hohen Alter sind.

Lebensraum für Alle

Aus der Initiative „Freiburg für Alle“ ging der gemeinnützige Verein „Lebensraum für Alle“ hervor, ein Kompetenznetzwerk, dessen Ziel eine generationenfreundliche Gesellschaft ist, die den demografischen Wandel und die Inklusion als Chance für neue Formen des Zusammenlebens von Alt und Jung, fit und mobilitätseingeschränkt sieht. Dazu gehören Architekten, Ärzte, Gerontologen, Spezialisten für Höranlangen, Orthopädie, Wohnraumberatung, Fachhändler und Handwerker für barrierefreie Produkte, Touristiker, Verbände, Beratungsstellen und Hochschulen.

Weitere Infos: www.lebensraum-fuer-alle.org

 

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