Zugänglichkeit geht uns alle an!

"Freiburg für alle" war als einziger Repräsentant einer deutschen Stadt eingeladen zu den „Europäischen Tagen der Barrierefreiheit“ am 22/23. Januar 2010 in Grenoble.

Die Organisatorin dieses Symposiums, die "Assoziation Accès Universel" ist seit 2006 bemüht das Leben von behinderten Menschen zu erleichtern:
Architektur, Umwelt, Transport, Kultur, Freizeit, Ausbildung, Schulwesen, Arbeit, Gesundheit und Infrastruktur - alle diese Bereiche sollten für alle zugänglich sein.

In Freiburg wurde mit dem Internetportal www.freiburg-fuer-alle.de und dem kostenlosen gedruckten Stadtführer"freiburg für alle" ein großer Schritt in diese Richtung gemacht. Unter dem besonderen Aspekt der Barrierefreiheit finden sich zahlreiche Informationen über Sehenswürdigkeiten, Ausflugsziele sowie das Kultur- und Gastronomieangebot - ein praktischer Orientierungshelfer für alle Freiburg-Entdecker, Einheimische wie Touristen.

Vertreten wurde "Freiburg für alle" von Herrn Wolfgang als Geschäftsführer der DeWo-Werbeagentur sowie von Anke Dallmann, Stadträtin der Freien Wähler und auch offizielle Abgesandte der Stadt Freiburg. Herr Wolfgang referierte über die Erfahrungen mit der Entstehung und Entwicklung des Internetportals sowie der Einführung des gedruckten Stadtführers, Frau Dallmann berichtete über die Situation in der Stadt Freiburg.

In den Diskussionsrunden des Symposiums standen der Umgang mit den verschiedenen Handicaps sowie die Themen Architektur, Tourismus, Stadtentwicklung, Arbeit und Kultur im Hinblick auf die Zugänglichkeit im Mittelpunkt.

Unter den rund 400 Vertretern aus Frankreich, Spanien, Japan, Belgien und Österreich waren neben Repräsentanten von unterschiedlichen Interessensverbänden aus dem Bereich Behinderung auch Vertreter der Europa- und Landespolitik und vor allem aus der Wirtschaft vertreten, unter anderem Patrick Gohet, französischer Regierungsbeauftragter für Menschen mit einer Behinderung, Laurence de Richemont, Repräsentantin der Europäischen Kommission sowie Gilles Dumolard, Präsident der französischen Handelskammer.
Dies machte deutlich, dass die Fragen der Zugänglichkeit auch in unserem Nachbarland Frankreich bereits stärker in der Mitte der Gesellschaft angekommen sind.

In zwei Punkten waren sich die Kongressteilnehmer nach allen Diskussionen einig:

  1. In Zeiten des demographischen Wandels ist die Zugänglichkeit ein Thema, welches alle Menschen betrifft.
  2. Zugänglichkeit ist ein Teil einer nachhaltigen Stadtpolitik, da sie eine unmittelbare Qualitäts- und Komfortverbesserung für alle Bürger darstellt.

Im japanischen Tokio, wo sich die Zahl der Einwohner mit einem Alter von über 65 Jahren bis 2040 verdoppeln wird und auch in Grenoble, einer Stadt mit knapp 200.000 Einwohnern, die als barrierefreieste Stadt Frankreichs gilt, hat sich in Sachen Zugänglichkeit jedenfalls schon einiges getan.

Über die Einladung nach Grenoble haben wir uns natürlich sehr gefreut und sehen es auch als eine Bestätigung für unser langjähriges Bemühen zum Aufzeigen barrierefreier Angebote in Freiburg und Umgebung sowie zur Thematisierung des damit auch eng verwobenen Themenkomplexes der Integration und des Wohnens im Alter mit dem Stichwort Generationenwohnen.

Lesen Sie dazu auch ein Interview mit der Badischen Zeitung, hier als PDF-Download.

Stadtführer Cover

"freiburg für alle" - der gedruckte Stadtführer.

Erhältlich u.a. im Touristikbüro im Rathaus, im Seniorenbüro und im VAG-Infopunkt.